Das
Engadin zählt zu den schönsten Hochtälern der Alpen. Berge, Seen
und eine weitgehend unberührte Natur machen das von viel Sonnenschein
und wenig Nebel profitierende Tal am Inn zur begehrten Destination für
Touristen. Die Geschichte des Engadins ist eng verbunden mit dem
Tourismus: Das «Engiadina» – was so viel wie «Garten des Inns» heisst –
gehört seit 150 Jahren zu den bevorzugten Adressen Reiselustiger und
Erholungssuchender. Schon früh spielte die Luftfahrt im Oberengadin
eine wichtige Rolle. August Jucker etwa führte am 27. Februar 1912 mit
seinem Farman-Doppeldecker 16 Flüge in St.Moritz durch. Am 24. Januar
1936 gründeten 15 Segelflugbegeisterte die Segelfluggruppe Oberengadin
und ein Jahr später wurde der Flugplatz Samedan eröffnet. Segelflieger
erfreuen sich der exzellenten thermischen Verhältnisse des Engadins. Im
Sommer ist der Flugplatz Samedan deshalb Ausgangspunkt und Ziel
zahlreicher Segelflüge entlang der Alpenkette. Aber auch den
Motorflugpiloten war der Flugplatz als Destination im Rahmen ihrer
Alpenflugausbildung und für Ausflüge stets en vogue und deshalb
häufig frequentiert. War – denn vor einem Jahr legte sich ein Schatten
über das Tal. Eine Häufung von Unfällen mit Business Jets haben
die Verletzlichkeit des Flugplatzes zu Tage gefördert. Innert
kurzer Zeit baute sich ein öffentlicher Druck nach mehr Sicherheit auf,
sodass die Flughafenbetreiberin Engadin Airport AG und das BAZL sich
genötigt fühlten, diesem Druck nachzugeben. Ob sinnvoll oder nicht, ob
notwendig oder überzogen: Ein neu ausgearbeitetes Einweisungskonzept
hat – einmal mehr – zu erheblichen Auflagen für Piloten
geführt. Einweisungsflug, obligatorisches Briefing und Test lösten
Ärger und Frustration seitens der Benützer aus und führten dazu, dass
die attraktive Destination an Sympathie verlor und zunehmend gemieden
wurde. Der Flugplatz Samedan wurde quasi zur Destination «non grata».
Ein Jahr ist seither vergangen, die Zeit für eine erste Bilanz
gekommen. Die Verantwortlichen des Flugplatzes sprechen von einem
Sicherheitsgewinn, Piloten würden den Platz besser vorbereitet
anfliegen (ab Seite 18). Mit einem allfälligen Rückschluss, Piloten
wären zuvor ungenügend vorbereitet gewesen,würde man sich defintiv zu weit aus dem Fenster lehnen.
Jürg Wyss
Chefredaktor
AeroRevue
Luftfahrthindernisse – laufend aktualisiert
WeGOM (Web-GIS Obstacle Map) Neue webbasierte GIS-Lösung
In Ergänzung zur gedruckten
Luftfahrthinderniskarte 1:100 000 ist neu die webbasierte GIS-Lösung
WeGOM (GIS = Geographisches Informationssystem) mit demselben
Inhalt ver fügbar. WeGOM repräsentiert stets den aktuellen Stand der
zu publizierenden Luftfahrthindernisseund bietet folgende Nutzen:
- Zweidimensionale Visualisierung der
Hindernisse in der GIS-Infrastruktur des
Bundes.
- Freier Zugang für beliebige Nutzer wie Piloten,
Luftfahrthindernisbetreiber, Behörden
und weitere Fachleute.
- Abfrage von Objektinformationen für ein
beliebig selektiertes Luftfahrthindernis.
Seite 4
«Ziel ist die langfristige Sicherung des Flugbetriebes»
Flugplatz Kägiswil Wie geht es weiter nach der Abstimmung?
Am 3. März hat das Obwaldner Stimmvolk den Kantonsratsbeschluss
über den Kredit für den Kauf militärischer Liegenschaften,
Teil 2, mit einem deutlichen Nein (62 Prozent der Stimmen) abgelehnt
(siehe auch Beitrag in der AeroRevue Nr. 3/2013). Damit
wurde die Grundlage für den Weiterbetrieb des zivil genutzten
Flugplatzes geschaffen. Die Flugplatzgenossenschaft Obwalden
wird sich nun gemeinsam mit den in Kägiswil aktiven Fluggruppen
beim Bund, Kanton und der Gemeinde Sarnen für die rechtliche
Verankerung des Flugplatzes einsetzen.

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Walliser Jubiläum mit grosser Airshow
Sion Breitling Sion Airshow 2015 unter den Jubiläumsprojekten
2015
ist für den Kanton Wallis ein Jubiläumsjahr. Gefeiert wird die
200-jährige Zugehörigkeit zur Eidgenossenschaft. Rund um die offizielle
Feier vom 7. August 2015 – dem Tag des Beitritts des Kantons zur
Schweizerischen Eidgenossenschaft von 1815 – wird ein ganzjähriges
Rahmenprogramm mit zahlreichen Veranstaltungen durchgeführt. Dem
Aufruf zu einem Projektwettbewerbunter der Walliser Bevölkerung folgten 269 Eingaben.

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Jet World Masters: Startschuss in vier Monaten
Meiringen Kick-Off-Anlass für die 10. Jet World Masters 2013
Vom
21. bis 31. August 2013 findet auf dem Militärflugplatz Meiringen das
10. Jet World Masters (JWM) für Erbauer und Piloten von
massstabsgetreu nachgebauten Jet-Flugzeugen statt. Im Anschluss an die
Präsidentenkonferenz (siehe Beitrag ab Seite 36 in dieser Ausgabe) fand
eine informative Kickoff-Veranstaltung statt. Yves Burkhardt, Präsident
des Organisationskomitees und Generalsekretär des Aero-Club der
Schweiz, erläuterte den aktuellen Stand der Vorbereitungen sowie den
angestrebten Nutzen, unter anderem auch für den Tourismus in der
Region. Eine Flugvorführung des Swiss Jet Scale Teams rundete den
Anlass ab.

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Die Alpar bleibt unabhängig – und SkyWork grösste Kundin
Flughafen Bern-Belp Resultat der gemeinsamen Arbeitsgruppe liegt vor
Die Arbeitsgruppe von Alpar AG und der Initiantengruppe hat ihre Arbeit
abgeschlossen. Nachdem noch Ende letzten Jahres die Zeichen auf Sturm
standen (SkyWork äusserte sich damals unzufrieden mit den Konditionen
am Flughafen und drohte mit einem «unfriendly takeover» der
Flughafenbetreiberin), herrscht nun Einigkeit zwischen den Parteien.
Die Alpar AG bleibt unabhängig. Gleichzeitig wurde eine Lösung
bezüglich Aktienbesitz gefunden. SkyWork Airlines AG, deren
Mitarbeiter und Investoren halten zusammen maximal zehn Prozent am
Aktienkapital der Alpar AG. Das Aktienpaket der Swiss von 13 Prozent
konnte auf verschiedene Ankeraktionäre aufgeteilt werden, welche die
Strategie der Alpar unterstützen. Im gleichen Vorgang wurde die
Initiantengruppe formell aufgelöst. Eine Absage erteilte Fritz
Grossniklaus, Verwaltungsrats präsident der Alpar AG, dem Bild von
«siamesischen Zwillingen», das SkyWork im Dezember verwendet hatte:
«Wir teilen dieses Bild nicht, wo der eine vom anderen auf Gedeih und
Verderb abhängig ist, sondern befürworten das Bild einer engen
Partnerschaft von je selbstständigen und wirtschaftlich erfolgreichen
Partnern», schreibt Grossniklaus in einer Grundsatzerklärung.
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Nachhaltige Prävention gegen Luftraumverletzungen
Sicherheitsseminar des Aero-Club der Schweiz
Der stark segmentierte Luftraum in der Schweiz
stellt hohe Ansprüche an die Piloten. An dem vom Aero-Club der Schweiz
(AeCS) durchgeführten Luftraum-Seminar vom 23. März 2013
sensibilisierten Experten die Piloten auf Luftraumverletzungen und
zeigten auf, wie sich der Luftraum in den nächsten Jahren verändern
wird. Wie aktuell das Thema Luftraum ist, davon zeugte das grosse
Interesse des zahlreich erschienenen Publikums. Robin Gurt von Skyguide
verwies mittels Statistik auf die Relevanz des Themas Luftraum. 2012
konstatierte Skyguide 282 Luftraumverletzungen. Ein Grossteil davon
ereignete sich an den bekannten «Hotspots» rund um den Flughafen
Zürich. Dazu zählen insbesondere die seit Jahren kritischen Räume der
TMA 1 und 2 nördlich der CTR 1 und nördlich des Flugplatzes Birrfeld,
im Raum Bremgarten (TMA 4C) und die temporäre CTR 2 für die
Südanflüge nach Zürich. Zum Zweck des besseren Verständnisses des
schweizerischen Luftraumes hat der AeCS eine entsprechende Präsentation
ausarbeiten lassen. Diese steht voraus sichtlich ab Mitte April auf der
Webseite (www.aeroclub.ch)zur Verfügung.

Seite 14
«Die Piloten sind gut vorbereitet»
Am 27. April 2012 wurde auf dem Engadin Airport
St.Moritz–Samedan auch für Piloten von Leichtflugzeugen ein
Einweisungskonzept eingeführt. Was waren die Folgen und konnte ein
Sicherheitsgewinn erzielt werden? Die Verantwortlichen ziehen eine
erste Bilanz nach einem Jahr. Und sie freuen sich nach wie vor über
jedes landende Flugzeug auf dem alpinen Flugplatz.
Der Anflug ist überwältigend. Die höchsten Gipfel der verschneiten
Engadiner Berge leuchten, von den letzten Sonnenstrahlen der
untergehenden Abendsonne in zartes Gelb-Rot getunkt. Im Tal des
Oberengadins bricht die Dämmerung herein. Vorne links ist St. Moritz
und Celerina erkennbar, dahinter
die Piste des Flugplatzes Samedan. Der Business Jet dreht in den Final
ein, reduziert die Geschwindigkeit, fährt die Klappen und das Fahrwerk
aus. Minuten später setzt der elegante Vogel auf der Piste auf. Auf dem
Tarmac wartet bereits die Limousine, um die Passagiere in eines der
mondänen Hotels zu chauffieren. Alltag auf dem Engadin Airport St.
Moritz–Samedan. Zu gewissen Zeiten wird der auf 1707 Metern über Meer
liegende «höchste Flughafen Europas», wie sich der Engadin Airport
bezeichnet, Ziel der Reichen und Schönen. Zwischen Weihnachten und
Neujahr etwa stehen die eleganten Business Jets Flügel an Flügel auf
dem Tarmac. Doch auch bei Motor-, Helikopter- und Segelflugpiloten
erfreut sich der im Oberengadiner Tal eingebettete Flugplatz grosser
Beliebtheit. Als Destination für schöne Alpenflüge etwa oder als
Ausgangsort für Streckensegelflüge entlang der Alpenkette. Kein
Zweifel: Samedan ist ein Flugplatz mit Ausstrahlung – und er stellt an
die Piloten mit seinen alpinen Rahmenbedingungen hohe fliegerische
Anforderungen.
Seite 19
Die Douglas DC-6B rettete mit staatlicher Hilfe die SwissairDie
Douglas DC-6B wurde 1951 zur Retterin der Swissair. Ende der
Vierzigerjahre steckte das Unternehmen in einer Krise und stand vor der
Liquidation. Eine von Bundesrat und Parlament beschlossene
Unterstützung inklusive Kauf von zwei Flugzeugen bildete die Basis
für den erfolgreichen
Aufstieg der Swissair und dauerte nur gut halb so lang wie vorgesehen.
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Zweisimmen lädt zum Ausflug ein
Der
Flugplatz Zweisimmen hat eine bewegte Vergangenheit hinter und eine
belebte Zukunft vor sich. Seit Herbst 2011 gehört dieser definitiv der
Flugplatzgenossenschaft. Der Flugplatz zeichnet sich durch eine
attraktive Infrastruktur und ein breites Angebot sowohl für
Motorpiloten als auch für Segelflieger aus. Aberauch Rundflugpassagiere und Touristen sind herzlich willkommen.

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Hilfreiche Informationen für die Aviatik dank Radiosonden
Präzise
Messungen des Zustandes der Atmosphäre sind für gute Wetterprognosen
unverzichtbar. Messstationen und Radaranlagen der MeteoSchweiz messen
verschiedenste Parameter vom Boden aus, Satelliten liefern Daten per
Fernerkundung aus grosser Höhe. Eine weitere Art von atmosphärischen
Messungengeschieht mittels Radiosonden, welche im folgenden Beitrag näher vorgestellt werden.
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