Die Flugbewegungen auf dem Flugplatz Birrfeld haben
im vergangenen Jahrzehnt abgenommen und sich auf deutlich
tieferem Niveau eingependelt, Flugzeuge wurden umgerüstet
auf markant leisere Dieselaggregate, Piloten bei der Ausbildung
auf das Thema «lärmarm fliegen» sensibilisiert, die Flugzeugflotte
für die Ausbildung um zusätzliche, leise Katanas
mit Rotax-Motoren erweitert: ein ganzes Bündel an Tatsachen
und Massnahmen, welches zu einer deutlichen Reduktion von
Fluglärm rund um den Flugplatz führte und von den Bemühungen
der Verantwortlichen zeugt. Und was passiert? Die Reklamationen
einiger Flugplatzanwohner fokussieren sich – man
ist versucht zu sagen mangels Lärmargumenten – deshalb auf
die Flugwege, welche ihrer Meinung nach nicht exakt eingehalten
werden.
Dass sich die Beurteilung, ob ein Flugzeug auf dem
«richtigen Weg» ist, vom Boden aus für Ungeübte als ungleich
schwieriger erweist als für Piloten aus der Luft, ist eine Tatsache.
Für den Betrachter am Boden erscheint die horizontale
Distanz zum Flugzeug viel geringer, als sie effektiv ist – und
schon fliegt der Pilot vermeintlich über ein Haus. Unter diesem
Aspekt konnten die Verantwortlichen des Flugplatzes
Birrfeld mit der Flugwegerfassung, die sie zusammen mit den
Anwohnergemeinden im vergangenen Jahr durchführten, nur
gewinnen. Und in der Tat: Die ersten Messergebnisse stellen
den Piloten ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. Bei 97 von 100
aufgezeichneten An- oder Abflügen zum Flugplatz hielten sie
sich mustergültig an die publizierten Routen (Bericht Seite
22) – und schlugen damit die notorischen Kritiker mit deren
eigener Waffe.
Jürg Wyss
Chefredaktor
AeroRevue
«Andere können ihre Träume nicht verwirklichen»
GROSSZÜGIGE SPENDE 3060 Stunden hat Urs Fiechter in Cockpits von Militärflugzeugen verbracht.
Die Fliegerei hat ihm viel gegeben. Nun gibt er zurück – einen Franken pro Flugstunde an
Menschen, die ihre Träume nicht einfach verwirklichen können.
Urs Fiechter ist ein leidenschaftlicher Pilot. Tausende
Stunden seines Lebens verbrachte er bisher
im Cockpit von Militär- und Zivilflugzeugen. Der
50-jährige Aargauer ist Airbus A320/330 Captain
bei der Edelweiss Air und war während 28 Jahren
Militärpilot.Bis am 11. Dezember letzten Jahres,
als er sich mit seinem letzten Flug als Mitglied der
Flieger-Staffel 14 verabschiedete. Fiechter wurde altershalber
aus dem Dienst als Miliz-Pilot entlassen.

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Aufwärtstrend in Sicht
Pilatus Flugzeugwerke Kurzarbeit per 1. Februar beendet
Die Geschäftsleitung der Pilatus Flugzeugwerke
AG hat entschieden, dass die Kurzarbeit in
Stans per
1. Februar 2010 beendet wird. Vor allem
betroffen waren die produktiven Bereiche
Fabrikation sowie Flugzeugmontage. Über die
gesamte Firma wurde seit dem 1. September
2009 rund 13 Prozent Kurzarbeit geleistet. Die
Auflösung der Kurzarbeit steht in Zusammenhang
mit dem Grossauftrag der Vereinigten
Arabischen Emirate (UAE) für die Beschaffung
einer Flotte von 25 Pilatus PC-21 Turboprop-
Trainingsflugzeugen und eines kompletten
Trainingssystems.
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Jubiläumsflugschau im Wallis
September 2011 Sion International Airshow
Zu seinem 75-jährigen Jubiläum veranstaltet
der Aero-Club Wallis, Regionalverband
des AeCS, vom 16. bis 18. September 2011
eine grosse Flugschau, die zukünftig zu einem
alle vier Jahre stattfindenden Event ausgebaut
werden soll.
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Wichtige Etappe im Optimierungsprozess
Flugplatz Lugano Baugenehmigung für Anflugbefeuerung der Piste 19
Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr,
Energie und Kommunikation (UVEK) hat dem Flughafen
Lugano die Genehmigung für den Bau einer Leit- und
Anflugbefeuerung auf die Piste 19 (Nordpiste) erteilt.
Dieser Entscheid bringt das Optimierungsprojekt des
Flughafens einen entscheidenden Schritt vorwärts.

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«Super Connie» bleibt 2010 am Boden
Schweren Herzens hat sich der Vorstand der Super
Constellation Flyers Association (SCFA) entschlossen,
die «Super Connie» 2010 am Boden
zu lassen. Der Grund dafür liegt in einer umfangreichen
Korrosionsreparatur an den Flügeln,
deren Ausmass erst bei der im vergangenen
Dezember erfolgten Jahres- und Korrosionskontrolle
zum Vorschein kam.

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Im Zeichen der Luftfahrt
100 Jahre Luftfahrt Attraktives Jubiläumsjahr
Vor 100 Jahren wurde in der Schweiz Aviatikgeschichte geschrieben.
1910 war geprägt von historisch bedeutenden Ereignissen für die
Schweizer Luftfahrt. Piloten wie Ernest Failloubaz,
René Grandjean, der auch Flugzeugkonstrukteur war, Edmond
Audemars, Eugène Ruchonnet, Pasquale Bianchi, Emile Taddeoli
oder François Durafour schienen weder Furcht noch Respekt zu
kennen. Damals liessen sie mit ihren waghalsigen Flugmanövern
Menschenmassen in Verzückung geraten. Jene Pioniere und Visionäre
schrieben mit ihren tollkühnen, abenteuerlich anmutenden fliegerischen
Aktivitäten den Anfang einer jahrzehntelangen Erfolgsgeschichte
der Aviatik in unserem Land.
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Tödlicher Ausgang eines überlebbaren Unfalls
Unfall einer Robin DR400 beim Flughafen Bern-Belp
Elf Mal hob der 48-jährige Pilot am 3. Mai
2006 ab dem Flughafen Bern-Belp ab,
um Segelflugzeuge zu schleppen. Der
zwölfte Flug an diesem Tag sollte sein letzter
überhaupt werden, nachdem er während rund
30 Jahren fliegerisch aktiv gewesen war. Um
18.27 Uhr kam es mit der von ihm geflogenen
Maschine, einer Robin DR400-180R, zu einer
Motorenstörung.

Seite 14
Die Zeitmaschine
Seit 1994, als der erste Pilatus PC-12 ausgeliefert wurde, sind weit über 900 Flugzeuge in alle Welt verkauft worden.
Ein Erfolg, der zeigt, dass sich diese Maschine in einem hart umkämpften Segment eine einmalige Position
erarbeiten und gegen zahlreiche Konkurrenten durchsetzen konnte. Das Flugzeug wurde im Lauf der letzten
15 Jahre immer wieder im Detail verbessert und neuen Kundenbedürfnissen angepasst. 2008 brachte Pilatus ein
neues, in vielen Bereichen komplett überarbeitetes Modell auf den Markt, den PC-12 NG Next Generation.
Ein strahlend blauer Himmel wölbt sich über dem Flugplatz
Buochs, als mich Daniel Kunz, verantwortlich für Marketing
und Verkauf des PC-12 NG bei Pilatus, am Eingang des traditionsreichen
Flugzeugherstellers empfängt.

Seite 19
Piloten halten sich an Flugwege
Während der vergangenen Monate haben die Anliegergemeinden des Flugplatzes Birrfeld, gemeinsam mit
dessen Verantwortlichen, die Flugwege von an- und abfliegenden Flugzeugen aufgezeichnet. Die Auswertungen
ergaben, dass sich die Piloten in 97 von 100 Flügen an die publizierten Routen hielten. Das Ergebnis
bestärkt den Flugplatz bei seinen Bemühungen und relativiert die Wahrnehmungen vom Boden aus.
Piloten, welche den Flugplatz Birrfeld anfliegen oder
von diesem wegfliegen, halten sich fast ausnahmslos
an die publizierten Routen. Dies ergab die in den
letzten Monaten an insgesamt fünf Tagen und während
zehn Stunden durchgeführte Flugwegerfassung (vergl.
Beitrag in der AeroRevue Nr. 06/09).

Seite 22
1910 – das Jahr, in dem die Schweiz flüggewurde
Es war das Jahr, in dem auch die Schweiz ins Zeitalter der Fliegerei «schwerer als Luft» eintrat. Aus dem
Ausland, insbesondere aus Frankreich und Deutschland, war bereits die Kunde von jungen, wilden Aviatikern
ins Alpenland gedrungen. Da gab es Distanz- und Höhenrekorde und einer hatte gar den Ärmelkanal
auf dem Luftweg überquert: Louis Blériot. Aber in der Schweiz?
Hierzulande hatte sich zwar schon im Jahr zuvor das
eine und andere in Sachen Fliegerei getan, doch das
war nur in kleinen Kreisen bekannt. Es gab kleine
Hüpfer einiger Konstrukteure, es gab Ausstellungen von
Flugapparaten an verschiedenen Orten, es wurde nach
geeigneten Grundstücken für die Etablierung eines Flugplatzes
gesucht.

Seite 24
Schnell und tief durch die dunkle Nacht
Die Schweizer Luftwaffe reist regelmässig
mit Kampfjets nach Norwegen, um über der
Nordsee den Nachtflug zu trainieren. Im
Rahmen der Kampagne «Nightway» wurde
vom 9. November bis 4. Dezember 2009 intensiv
geflogen.
In dieser Zeit absolvierten
die Berufspiloten mit ihren F/A-18 rund die
Hälfte ihrer jährlichen Nachtflüge.
Zehn Schweizer F/A-18 Hornet stehen mit laufenden
Turbinen auf der Flightline. Mechaniker nehmen
die letzten Handgriffe vor. Die bevorstehende
Mission wird weit weg von der Küste in riesigen Trainingsräumen,
die in ihrer Gesamtheit grösser sind als die
Schweiz, geflogen.

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Neue Farben, neues Layout
Für die nächste Ausgabe der ICAO Luftfahrtkarte 1:500 000 im März 2010 sind im Rahmen der Bestrebungen
zur Harmonisierung aller europäischer Luftfahrtkarten und der Anpassung an Vorgaben des Anhangs 4 zum
Abkommen über die Zivilluftfahrt der ICAO einige Änderungen in Layout und Farbgebung vorgesehen.
Nachfolgend die Zusammenfassung der wichtigsten Neuerungen.
ImMärz erscheint die neue Ausgabe der ICAO-Luftfahrtkarte
(Massstab 1:500000). Gegenüber den Neuauflagen der
vergangenen Jahre ist die Karte 2010 geprägt von einigen
augenscheinlichen Anpassungen und Neuerungen.

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Das Kleid der Gastgeberinnen und Gastgeber
Seit letztem Dezember sind erstmals alle Mitarbeitenden der Swiss einheitlich gekleidet.
Über 250000m2 Stoff wurden für 133436 Uniformteile verarbeitet. Die Geschichte der Uniformen
an Bord von Flugzeugen begann vor knapp 77 Jahren in den USA. Vier Jahre später
war die Schweizerin Nelly Diener die erste Flugbegleiterin in Europa.
Am 7. Dezember 2009 startete ein Swiss-Flug nach
Stockholm. Eigentlich nicht weiter bemerkenswert.
Und doch war etwas speziell: Die Besatzung
trug erstmals die neue, einheitliche Unform der Schweizer
Fluggesellschaft.

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