Swiss International Air Lines hat der Schweizer Luftfahrtgeschichte
einen neuen Rekord beschert. 15,3 Millionen Passagiere
liessen sich im vergangenen Jahr in den weissen Maschinen
mit rotem Schriftzug quer über den Globus befördern. Swiss
hat damit nicht nur ihre eigene Bestmarke seit ihrer Gründung
geknackt, sondern kann sich die höchste Passagierzahl auf die
Heckflosse schreiben, die je eine Schweizer Airline erzielt hat.
Doch der Superlativen nicht genug: Auch der Swiss-Mutterkonzern,
die Lufthansa-Gruppe, hat im vergangenen Jahr einen
Rekord erzielt. 106,3 Millionen Passagiere machten es sich in den
Sitzen der verschiedenen Gesellschaften bequem.
Klar, dass angesichts solcher Zahlen auch die Schweizer
Flughäfen nicht tieffliegen. 184 831 Passagiere zählte der Flughafen
Bern-Belp im Jahr 2011 – so viele wie seit zehn Jahren nicht
mehr. Mit 5,05 Millionen Passagieren erreichte der EuroAirport im
selben Zeitraum das höchste Ergebnis seit der Gründung im Jahr
1946 und verzeichnete ein Rekordwachstum von satten 22 Prozent
gegenüber 2010. Auch der Flughafen Genf vermeldet Erfreuliches:
Im vergangenen Jahr hat er erstmals die Marke von 13 Millionen
Passagieren getoppt. 24,3 Millionen Reisende haben schliesslich
im vergangenen Jahr den Flughafen Zürich frequentiert. Damit
wurde der bisherige Rekord von 22,9 Millionen aus dem Vorjahr
um mehr als sechs Prozent übertroffen.
Und noch ein Quäntchen Statistik: Jedes Jahr reisen rund
2,5 Milliarden Menschen im Flugzeug rund um die Welt. Gemäss
Erhebungen waren fünf Sechstel aller Schweizer schon einmal mit
einem Flugzeug unterwegs, und im Durchschnitt legt ein Schweizer
jedes Jahr 4500 Flugkilometer zurück.
Die Zeit zwischen Campari Soda und Duty-Free-Shopping auf
dem nächsten Flug ist für Leute, die der Leichtaviatik partout keinen
allgemeinen Nutzen zuschreiben wollen, der ideale Zeitpunkt, um
etwas Denkarbeit zu leisten. Zum Beispiel mit der Überlegung, wo all
die Menschen im Cockpit herkommen, die – zusammen mit Kabinenund
Bodenpersonal – am Anfang aller Zahlen und Rekorde stehen.
Damit keiner dieser Meister vomHimmel fällt, braucht es Ausbildungen
auf höchstemNiveau. Und diese beginnen, so viel steht fest,
niemals auf dem linken Sitz eines A380, sondern in einem Leichtflugzeug,
auf einem Regionalflugplatz. Geradezu leichtsinnig wäre es
also, an der Tragfläche zu sägen, neben der man gerade sitzt.
Patricia Andrighetto
Redaktorin
AeroRevue
Sensibilisierung statt Einschränkung
Geräuschemissionen Motorkunstflug AeCS und BAZL setzen auf Prävention
Anlässlich einer Unterredung zwischen einer Delegation
des Aero-Club der Schweiz (AeCS) und des Bundesamts
für Zivilluftfahrt (BAZL) zum Thema «Geräuschemissionen
durch Motorkunstflug» wurde für das weitere Vorgehen
eine konstruktive Lösung erarbeitet. Diese basiert einerseits
auf der Etablierung eines Erfassungssystems von
Rückmeldungen aus der Bevölkerung und andererseits
auf Sensibilisierung der Kunstflugpiloten. Damit beugen
das BAZL und der AeCS allfälligen gesetzlichen Einschränkungen
vor. Sowohl das BAZL als auch der Dachverband
für Leichtaviatik und Luftsport setzen verstärkt und präventiv
bei der Entstehung der Emissionen an.

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Die FAI ist im Umbruch
Belgrad 105. FAI General Conference
Vom 14. bis 16. Oktober 2011 hat in Belgrad die 105. General
Conference (GC) der Fédération Aéronautique International
(FAI) stattgefunden. Die Konferenz ist die wichtigste jährliche
Veranstaltung des aviatischen Weltverbandes. Teilnehmer sind
die Vertreter der jeweiligen National Airsport Controllers (NAC),
meist sind dies die nationalen Aero-Clubs der rund 105 Mitgliedsländer.

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Nun fliessen Gelder zurück
Spezialfinanzierung Luftverkehr Anträge jetzt einreichen
Am 29. November 2009 hat das Schweizer Volk
einer Änderung des Artikels 86 der Bundesverfassung
zugestimmt. Mit dessen Änderung wurde
die verfassungsrechtliche Grundlage geschaffen,
damit Erträge aus der Verbrauchssteuer auf
Flugtreibstoffen zugunsten des Luftverkehrs
eingesetzt werden können. Zuvor flossen diese
Gelder in den Strassenverkehr. In der Verordnung über die Verwendung
der zweckgebundenen Mineralölsteuer
für Massnahmen im Luftverkehr (MinLV; SR
725.116.22) wird die Ausführungsgesetzgebung
zur Spezialfinanzierung Luftverkehr beschrieben.
Gestützt auf Art. 37a MinVG (SR
725.116.2) gewährt der Bund Beiträge für
Massnahmen in folgenden Bereichen, sofern
sie ohne Finanzhilfe des Bundes nicht hinreichend
erfüllt werden können.

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Wasserflugzeug aus dem Hause Tecnam
Tecnam Präsentation der P92 Sea-Sky Hydroplane
Tecnam hat kürzlich die Markteinführung
des Wasserflugzeuges P92 Sea-Sky Hydroplane
(siehe Bild) angekündigt. Diese
Entwicklung der sechsten Generation
baut auf dem Erfolg der beiden Modelle
P92 Echo Classic und P92 Eaglet auf, um
potenziellen Kunden ein innovatives, geräumiges
und kosteneffizientes Flugzeug
anzubieten.
«Mit einem Startlauf von
unter 200 Metern in Verbindung
mit einer beeindruckenden Steigrate
und einem 100-PS-Motor
lässt sich die Tecnam P92 Sea-
Sky Hydroplane mühelos handhaben
», informierte Paolo Pascale,
Geschäftsführer von Tecnam.
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GA soll im Gesetz verankert werden
AeCS Eingaben und Stellungnahmen
In absehbarer Zeit soll der Luftfahrtpolitische
Bericht des Bundesrates (LUPO)
überarbeitet werden. Der Aero-Club der
Schweiz (AeCS) hat noch im letzten Jahr
mit einem Schreiben an Bundesrätin
Doris Leuthard verlangt, dass der Leichtaviatik
und dem Luftsport in diesem
Bericht LUPO 2 die entsprechende Bedeutung
beigemessen wird. Im ersten
Luftfahrtpolitischen Bericht von 2004
wurde unter anderem die Freizeitaviatik
«als von untergeordneter Bedeutung»
bezeichnet.
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Swiss AeroExpo die Vierte
Flugplatz Buochs Messe der allgemeinen Luftfahrt kehrt zurück an den Ursprungsort
Vom 28. bis 30. September 2012 findet die vierte Ausgabe
der Swiss AeroExpo statt. Nach drei Ausstellungen, zwei
davon auf dem Flugplatz Birrfeld, kehrt die Messe der allgemeinen
Luftfahrt wieder zurück an ihren Ausgangsort:
den Flugplatz Buochs (LSZC). Der erneute Flugplatzwechsel
sei aus verschiedenen Gründen notwendig geworden,
informiert Initiant und Messeleiter Ruedi Stählin. «Einerseits
ist die Pistenlänge von 2000 Metern auf dem Flugplatz
Buochs optimal für die Messe; andererseits kann
die Ausstellungsfläche erweitert werden.» Stählin hebt in
diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit den
Flugplatzverantwortlichen in Buochs hervor.

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Bern-Belp wird geschätzt und genutzt
LSZB Erste Landung eines A320 und mehr Passagiere
Am 6. Januar 2012, pünktlich um 13.06 Uhr
landete erstmals in der Geschichte des Flughafens
ein Airbus 320 in Bern-Belp. Mit einem
modernen A320 der Croatia Airline flogen
diverse Skinationalmannschaften von Zagreb
nach Bern-Belp und nutzten so die Nähe des
Hauptstadtflughafens zum Skiweltcup-Ort
Adelboden und zu den Berner Oberländer
Weltcuptagen.

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Ein Jahr der Rekorde
Schweizer Flughäfen und Swiss Passagierzahlen hoch wie nie zuvor
Das Jahr 2011 entwickelte sich für die
Schweizer Flughäfen zu einem eindrücklichen
Rekordjahr. So haben im vergangenen
Jahr 24,3 Millionen Passagiere den Flughafen
Zürich benutzt. Damit wurde der bisherige
Rekord von 22,9 Millionen aus dem Vorjahr
um mehr als sechs Prozent übertroffen. Das
Passagierwachstum ist gemäss Medienmitteilung
einerseits auf den Aufholeffekt aufgrund
der Aschewolke im Jahr 2010 zurückzuführen.
Andererseits hat der starke Franken zu mehr
Auslandreisen geführt. Insgesamt haben zudem
im Jahr 2011 279001 Flugbewegungen
stattgefunden. Der Verkehrsanteil von Swiss
betrug 54,6 Prozent, gefolgt von Air Berlin
(5,6 Prozent), Lufthansa (5,2 Prozent) sowie
Edelweiss Air (2,7 Prozent).
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Berner gewinnen Ballon-Trophy
Mondovi (I) Siegreiches Schweizer Team
Die junge Ballonmannschaft «Teamvollgas»
aus Bern hat den «24° Raduno internazionale
Mongolfiere» in Mondovi, Italien, gewonnen.
Nach einem Spitzenkampf mit einem
italienischen und einem britischen Team hat
die fünfköpfige Schweizer Crew auf der letzten
Fahrt am dritten Tag den Wettkampf für sich
entschieden (im Bild mit dem PostFinance-
Ballon). Neben dem dritten Platz an den
Schweizer Meisterschaften (2009) oder dem
Rookie-Preis an der «World Balloon Trophy»
in Luxemburg (2010) erreichte das Team auch
an den Weltmeisterschaften in Debrecen (Ungarn
2010) oder den Europameisterschaften
in Lleida (Spanien) gute Platzierungen. Das
Team, mit namhaften Sponsoren im Rücken,
wird zudem auch an der diesjährigen WM im
Death Valley (USA) vertreten sein.
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Autorotations-Training endete mit einem Überschlag
Unfall eines Helikopters Robinson R22 Beta II
Sitterdorf,27.Mai2010,kurznach15Uhr:
Ein Helikopter vom Typ Robinson R22
Beta II startet zu einem Flug. An Bord
ein angehender Berufspilot, in Begleitung
eines Fluglehrers, von dem er jedoch nicht
üblicherweise geschult wird. Der Helikopter
passiert den Sektor Süd des Flugplatzes und
fliegt weiter in südsüdwestlicher Richtung.
Im Anschluss an einige Übungen erblickt der
Fluglehrer eine geeignete Wiese. Er fragt den
Flugschüler, ob er für eine Autorotationsübung
bereit sei, was dieser bejaht. Der Fluglehrer
zieht die Vergaservorwärmung, macht
sich an den Steuern bereit und dreht den Gasdrehgriff
zu. Die Reaktion des Flugschülers –
kollektive Rotorblattverstellung (collective)
nach unten und zyklische Blattverstellung
(cyclic) leicht zurück – ist korrekt. Mit einem
S-förmigen Flugweg baut der Flugschüler
überschüssige Höhe ab. Nach Beenden der
Kurven folgt der Endanflug in nordwestlicher
Richtung, mit Geschwindigkeit und Rotordrehzahl
im gewünschten Bereich.

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Mehr Autonomie und Flexibilität
Helvetic Airways führt seit dem 27. November 2011 einen eigenen Wartungsbetrieb am Flughafen Zürich.
Für den EASA-145-zertifizierten Unterhaltsbetrieb wurden substanzielle Investitionen getätigt und
35 Mitarbeiter eingestellt. Die Fluggesellschaft blickt den kommenden Jahren mit Zuversicht entgegen.
Helvetic Airways betreibt seit dem 27. November
die Line Maintenance in Eigenregie im Hangar
F am Flughafen Zürich. Das Projekt «Maintenance
» wurde mit dem Audit des BAZL und der EASA-
145-Zertifizierung erfolgreich abgeschlossen. «Mit dem
weiteren Ausbau der Wertschöpfungskette haben wir
die angestrebte Autonomie und eine höhere Flexibilität
in der Operation unserer Fokker-100-Flotte erreicht», erklärt
Bruno Jans, CEO von Helvetic Airways, anlässlich
einer Medieninformation. «Wir können schneller und flexibler
reagieren und damit die Bodenzeiten verkürzen.»

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«Wir müssen erklären, wo der
aviatische Nachwuchs herkommt»
Seit März letzten Jahres ist Thomas Hurter Zentralpräsident des Aero-Club der Schweiz. Der Berufspilot und
Nationalrat zieht im Interview mit der AeroRevue ein erstes Fazit und wirft einen Blick auf die künftigen
Herausforderungen des Dachverbandes.
AeroRevue: Thomas Hurter, seit zehn Monaten stehen
Sie dem Aero-Club der Schweiz als Zentralpräsident
vor. Wie sieht Ihr erstes Fazit aus?
Thomas Hurter: Zunächst darf ich erfreut feststellen: Der
Aero-Club der Schweiz wird als starker Verband wahrgenommen
und auch geschätzt. Mit seinen mehr als 23000
Mitgliedern ist die Bedeutung als grösster aviatischer
Dachverband der Schweiz anerkannt. Doch es ist ebenso
eine Tatsache, dass der Druck von aussen auf die allgemeine
Luftfahrt zunimmt. Einerseits aufgrund der Regulierungen,
andererseits aber auch der kommerzielle Druck.
Dies erhöht die Anforderungen und Erwartungen, welche
an den Aero-Club als Dachverband gestellt werden. Wir
müssen uns für die Zukunft so aufstellen, dass wir den
steigenden Anforderungen gerecht werden können. Dies
erfordert unter anderem Anpassungen der internen Strukturen.
So muss etwa sichergestellt werden, dass die strategischen
Aufgaben nicht im Tagesgeschäft untergehen. Wir
müssen uns noch mehr auf die für unsere Mitglieder wesentlichen
Themen der Zukunft konzentrieren. Ferner
werden wir vermehrt auch Allianzen bilden müssen, um
unsere Ziele erreichen zu können.
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Twin Bonanza, das unbekannte
Flugzeug von Beechcraft
Der Prototyp der Beechcraft 50 Twin Bonanza startete am 15. November 1949 zu seinem ersten Flug.
Es war das erste zweimotorige Leichtflugzeug Amerikas nach Ende des Zweiten Weltkrieges. In der
Schweiz wurden 14 zivile Be-50 im Luftfahrzeugregister eingetragen und die Luftwaffe betrieb drei
Twin Bonanzas.
Nachdem Beechcraft nach Kriegsende die Be 35 Bonanza
und den Trainer Be 45 Mentor entwickelt hatte, begann
die Arbeit an einem neuen Flugzeugmuster mit
der Bezeichnung Be 50 Twin Bonanza. Bald beschafften die
amerikanischen Streitkräfte das zweimotorige, siebenplätzige
Flugzeug mit der Bezeichnung L-23 Seminole für den Transport
ihrer Truppenkommandanten in aller Welt, insbesondere in
Korea und Europa. Grossfirmen kauften die komfortable
Maschine als Geschäftsreiseflugzeug für ihre Manager.

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Mit einer B50 Twin Bonanza
über den Nordatlantik
Die Super Constellation Flyers Association (SCFA) hat ihre Flotte erweitert. Zur Super Constellation und der
DC-3 hat sich kürzlich eine Beechcraft B50 Twin Bonanza gesellt. Ein wahres Schmuckstück und die derzeit
einzige Maschine dieses Typs am Schweizer Himmel, die aus den USA überflogen werden musste. Francisco
Agullo, Chefpilot der SCFA, hat über diese spannende Mission einen Bericht verfasst.
Im Frühjahr 2011 startete die Super Constellation Flyers
Association (SCFA) mit der Suche nach einem «Familienflugzeug
» für vier bis sechs Personen. Ich begann in der Folge,
die verschiedenen Websites zu durchforsten, um mir ein Bild
davon zu machen, was auf dem Markt an gebrauchten Flugzeugen
angeboten wurde. Ich suchte dabei nicht nach einer beliebigen
zweimotorigen Maschine, sondern nach einem historischen
Flugzeug, das auf komfortable Weise vier bis fünf Personen plus
Gepäck auf Flügen innerhalb Europas zu befördern in der Lage
ist. Zudem sollte es ein aussergewöhnliches Flugzeug sein; eines
eben, das zu unserem Verband und der übrigen Flotte passt.

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Mit beiden Beinen fest in der Luft
Zwei Jahre alt war sie gerade geworden, als Mariella Hoffmann zum ersten Mal mit einem Heissluftballon in
den blauen Himmel stieg – am Brenner ihre Mutter Sonja Hoffmann, eine erfahrene Ballonpilotin. Mit 17
Jahren war für die junge Frau die Zeit reif, um das Kommando im Korb selber zu übernehmen. Das Abenteuer
war eingeleitet – und eine redlich intensive Lebensphase eingeläutet.
Fliegen wollte Mariella Hoffmann, soweit sie sich zurückerinnern
kann. Das sind zwar rechnerisch gesehen erst
rund 18 Jahre. Aber angesichts der Tatsache, dass die
junge Frau gerade mal 20 Lenze zählt, ist diese Zahl ordentlich
bemerkenswert. «Ich war gerade zwei Jahre alt geworden,
hatte eben erst so richtig das Laufen gelernt und war noch mit
Windeln ausgerüstet, als mich meine Mutter das erste Mal mit
auf eine Ballonfahrt nahm, Schnuller und Fläschchen mit im
Gepäck», erinnert sie sich und kann sich bei der Vorstellung
daran ein Lachen nicht verkneifen. Schon nach dem ersten Mal
«Luft unter den Füssen» war für sie klar: «Ich will fliegen.» Fliegen,
nicht fahren. «Der Ballonsport reizte mich damals noch
überhaupt nicht», erzählt die junge Frau. Die Fortbewegung
erschien ihr zu langsam, barg vermeintlich zu wenig «Action-
Potenzial». Da erschien ihr beispielsweise eine Helikopterlizenz
schon wesentlich opportuner.

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