Was auf der Strasse gang und gäbe ist, hält nun auch auf
dem Flugplatz Einzug: Das BAZL führt Flugzeug- und Ausweiskontrollen
neu auch auf kleineren Flugplätzen durch. Entspricht
der technische Zustand eines Flugzeuges den Vorschriften?
Sind die Papiere aktuell und nachgeführt? Sind die
Ausweise des Piloten gültig und auf Mann? Als Aufsichtsbehörde
ist das BAZL nicht nur legitimiert dazu, sondern das Amt entspricht
damit einer EASA-Verordnung. Mit andern Worten: Das
BAZL erfüllt seine Pflicht.
Doch sind diese Kontrollen nötig? Die Gewährleistung
der Rechte und Freiheiten erfolgt durch Spielregeln, durch Verhaltensnormen,
welche zum Beispiel in Regeln, Geboten und
Verboten, Gesetzen und Vorschriften festgehalten werden. Ihre
Einhaltung heisst Disziplin. Kontrollen wiederum sind Massnahmen,
die ergriffen werden, um unerwünschte Verhaltensweisen
zu unterbinden. So hat eine Studie ergeben, dass das Wissen um
die Möglichkeit unerwarteter Kontrollen die Zahl von Übertretungen
vermindert. Wer sich beobachtet oder kontrolliert fühlt,
benimmt sich demnach disziplinierter und wo Kontrollen fehlen
oder vermindert werden, steigt die Zahl der Übertretungen an.
Nicht so in der Luftfahrt. Deren Akteure, insbesondere
Unterhaltspersonal und Piloten, zeichnen sich durch Verantwortungsgefühl,
Disziplin, Selbstkontrolle und Eigenverantwortung
aus. Darauf werden sie in der Ausbildung getrimmt. Im
eigenen Interesse halten sie sich an Gesetze und Vorschriften,
im Wissen, dass das Fliegen keine Disziplinlosigkeiten erträgt.
Prüfintervalle von Flugzeugen wurden zudem bereits verkürzt.
Mit den Rampkontrollen auf kleineren Flugplätzen aber geht die
Bevormundung in der Leichtaviatik weiter – zu Lasten der
Eigenverantwortung. Das ist eine ungute Entwicklung.
Jürg Wyss
Chefredaktor
AeroRevue
Grundlagen für neue Überschall-Business-Jets
RUAG Aerospace Emmen Beteiligung am europäischen Forschungsprojekt HISAC
Die RUAG beteiligt sich mit numerischen Simulationen
und Windkanalversuchen am Projekt HISAC (High Speed
AirCraft), mit dem Grundlagen für die Entwicklung eines
Überschall-Business-Jets erarbeitet werden sollen.
HISAC ist ein von Dassault Aviation geführtes Projekt
im Rahmen des europäischen Forschungsprogramms
FP6. Im Projekt arbeitet nicht nur die europäische Flugzeugindustrie
mit elf Unternehmen mit, sondern auch elf
wissenschaftliche Institute und neun technische Universitäten.
Mit Studien werden die drei Hauptaspekte Reichweite,
Sonic Boom (Reduktion des Überschallknalleinflusses)
und Emissionen (Lärm, Verbrauch) untersucht.
Das HISAC-Projektziel ist nicht ein Demonstrator, sondern
eine Machbarkeitsstudie für eine optimierte Business-
Jet-Konfiguration. Die Projektdauer erstreckt sich
von 2005 bis 2009.

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«Guten Tag, Ihre Papiere bitte!»
BAZL «Vorfeldkontrolle» auf Flugplätzen wird eingeführt
Diese neuste Massnahme kam überraschend: Das Bundesamt
für Zivilluftfahrt führt auf Schweizer Flugplätzen
Vorfeldkontrollen an «HB»-registrierten Luftfahrzeugen
durch. Die sogenannten «Ramp Inspections» betreffen
laut BAZL das gesamte Luftfahrzeug-Spektrum, vom Ballon
über den Segelflieger bis hin zum Businessjet. Beginnend
ab 9. März 2009 werden gemäss BAZL auf sämtlichen
Flugplätzen der Schweiz solche Prüfungen durchgeführt.
Die Auswahl der Luftfahrzeuge erfolge grundsätzlich
zufällig, ein gezieltes Vorgehen (aufbauend auf
früheren Erkenntnissen) sei jedoch nicht ausgeschlossen.
Die Prüfungen erfolgen ohne Voranmeldung, wie das Amt
mitteilt. Will ein Pilot für einen Rundflug, einen Segelflug
oder eine Ballonfahrt sein Fluggerät besteigen, kann es
also vorkommen, dass er von einem Inspektor des BAZL
mit den Worten «Guten Tag, Ihre Papiere bitte» zur Kontrolle
gebeten wird.
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Gezielt und stressfrei für den Freifall trainieren
Fallschirmsport Training im Windtunnel
Das Training im Windtunnel eignet sich für alle, die für
den Freifall dazulernen möchten; unabhängig davon, ob
man sich auf Wettkämpfe vorbereitet oder ein so genannter
«Funjumper» ist. Sinnvollerweise erfolgt eine Kombination
von Freifall- und Windtunneltraining, zumal ein
Fallschirmsprung nicht nur aus dem Freifall, sondern
auch aus der Vorbereitung, dem Steigflug, dem Exit, der
Separation, der Schirmöffnung und dem Schirmflug sowie
schliesslich der Landung besteht.

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Kaiserwetter
und leuchtende Farben
Während über dem Mittelland und sogar in vielen Alpentälern hartnäckiger Hochnebel lag,
präsentierte sich das Wetter während der 31. Ballonwoche vom 24. Januar bis 1. Februar in
Château-d’OEx mehrheitlich von der besten Seite. Am Eröffnungstag fiel etwas Schnee, dafür
präsentierte sich der folgende Sonntag frisch «verzuckert» bei einem tief
blauen Himmel – Postkartenmotive inklusive! Verständlich,
dass unter den zu Tausenden angereisten Zuschauern viele
begeisterte Gesichter ausgemachtwerden konnten.
Neben den zahlreichen Fahrten mit den rund
100 Heissluftballonen aus 30 verschiedenen
Nationen, boten die Organisatoren
an den Wochenenden wiederum
ein attraktives Rahmenprogramm.
Der Mittwochnachmittag
war mit einem speziellen
Programm für die
Kinder reserviert.
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Der erste Piper-Jet
hat abgehoben
Das traditionsreiche Unternehmen hat seine Strategie geändert und 2006 zum ersten Mal
mit der Entwicklung eines einmotorigen Jets begonnen. Der PiperJet hat Ende Juli 2008
seinen Erstflug absolviert und soll in zwei bis drei Jahren zertifiziert sein.
Im Jahre 1937, nur 34 Jahre nach dem Motorflug der Gebrüder
Wright, hatte William T. Piper eine Vision. Der Unternehmer wollte
die Freiheit des Fliegens allen zugänglich machen. Zur Umsetzung
dieser Idee übernahmer die Taylor AircraftCompany. ImNovember desselben
Jahres wechselte er den Namen der Firma und nannte sie Piper
Aircraft Company. Als erstes Flugzeug wurde die Piper J-3 Cub produziert.
Während des 2. Weltkriegs bestellte die amerikanische Luftwaffe
das verbesserte Modell, die Piper L-4, zur Grundschulung ihrer Piloten.
Dieser Grossauftrag war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Pipers
Ziel.

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Faszination Allgemeine Luftfahrt
Die AERO in Friedrichshafen (vom 2. bis 5. April 2009) setzt in der Luftfahrtbranche deutliche Signale: Mit
570 Ausstellern liegt der aktuelle Buchungsstand der internationalen Luftfahrt-Fachmesse sowohl bei der
Zahl der Aussteller wie auch bei den Standflächen über dem Ergebnis von 2007. Elf statt bisher sieben
Messehallen sind belegt.
Vom Fallschirmspringen und Drachenfliegen
über Ultraleichtflugzeuge,
Segelflugzeuge und Motorsegler, ein und
zweimotorige Flugzeuge bis hin zu
Businessjets ist in Friedrichshafen das ganze
Spektrumder Allgemeinen Luftfahrt anzutreffen.
Weitere neue Ausstellungsbereiche kommen
in diesem Jahr hinzu: Mit der erstmaligen
Eröffnung eines rund 4000 Quadratmeter umfassenden
Helicopter-Hangars bietet die AERO
2009 eine angemessene Präsentationsplattform
für Hubschrauber als unverzichtbare Arbeitsgeräte
und sichere Transportmittel für besondere
Aufgaben. Die «E-Flight-Expo» zeigt
die neuesten Entwicklungen bei alternativen
Antrieben. Und ebenfalls neu: Künftig geht die
AERO im jährlichen Turnus an den Start – anstelle
wie bisher nur alle zwei Jahre.
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Edmond Audemars– der höchste Jurassier
Er erwarb das siebte Schweizer Pilotenbrevet, tellte zahlreiche Rekorde auf, flog in Europa, Südamerika,
den Vereinigten Staaten und gehörte zu den ersten Piloten der Schweizer Fliegertruppe. Doch den grössten
Teil seines Lebens verbrachte der Jurassier Edmond Audemars in Frankreich.
Um seinen Mannen die neu geschaffene Fliegerabteilung
zu präsentieren, führte ein Oberst sein Regiment
auf das Berner Beundenfeld. Er bat den diensttuenden
Offizier, einen Aeroplan aufsteigen zu lassen. Ein
unbeschäftigter Pilot erhielt den Befehl: «Turne diesen
Erdenwürmern etwas vor.» Der Propeller wurde angeworfen
und der Eindecker polterte über das Feld. Der Pilot
schraubte sein Flugzeug auf eine Höhe von 400Metern hinauf
und stellte die Leistungsfähigkeit von Mensch und
Maschine unter Beweis. Zweieinhalbtausend Augenpaare
blickten nach oben und verfolgten gespannt die kühne Darbietung.
Während zehn Minuten zog der Pilot das ganze
Register seines Könnens. Als er aber zu einem «Sturzflug»
ansetzte, war es um die Ruhe des Obersten geschehen. Er
brüllte: «Holt diesen verrückten Kerl herunter. Und zwar
sofort. Ich befehle es!» Der verrückte Kerl war Edmond
Audemars.
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Schützenswerte Köpfe
Macht das Tragen eines Helms im Helicockpit Sinn? Wenn ja, aus welchen Gründen, und was ist mit den Passagieren?
Kontroverse Ansichten lösen zuweilen rote Köpfe aus – können selbige aber in gewissen Situationen
vor teilweise gravierenden Verletzungen schützen.
Flüelapass, 5. März 2006, 12:38 Uhr: ein Helikopter
AS365 N3 «Dauphin» kollidiert im Langsamflug mit
dem schneebedeckten Gelände. Dies, weil der Flug
fortgesetzt wurde, obwohl keine ausreichenden Sichtreferenzen
mehr vorhanden waren. Die Besatzung – der 50-
jährige Pilot mit einer Gesamtflugerfahrung von mehr als
10860 Stunden und ein 29-jähriger Flughelfer, der ebenfalls
im Besitz einer Berufspilotenlizenz (CPL) war, jedoch
ohne Berechtigung für das vorliegende Helimuster, und bis
zu diesem Zeitpunkt rund 235 Stunden in der Luft verbracht
hatte – war kurz nach Mittag auf dem Flughafen
Samedan zu einem Leerflug nach Sichtflugregeln über den
Flüelapass nach Davos gestartet. Von dort aus sollten Fluggäste
nach dem Flughafen Zürich transportiert werden. Etwa
um zehn Uhr informierte der Pilot die Einsatzleitstelle,
dass die Wetterbedingungen schlechter seien als vorhergesagt
und dass die Pässe Flüela, Albula und Julier für die
Flugdurchführung problematisch sein könnten. Nach den
Informationen, die der Pilot telefonisch in Davos eingeholt
hatte,war überdemZielort eineWolkenschicht vorhanden,
deren Untergrenze aber so hoch über dem Grund lag, dass
dem Piloten der Flug möglich schien. Um 12:24 Uhr setzte die Besatzung die Triebwerke in Gang und meldete sich kurze
Zeit später bei der Platzverkehrsleitstelle des Flughafens
Samedan zum Start bereit.

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«Spirit of Narsarsuaq»
Seit Anfang dieses Jahres hat die Motorfluggruppe Basel eine direkt aus den USA importierte Piper Archer II
mit geringen Gesamtstunden und einem neuen Motor im Einsatz. Unter welchen dramatischen Umständen
diese ansprechende Maschine zu ihrem neuen Triebwerk und zu ihrem bedeutungsvollen Namen kam, ist
nachfolgend geschildert.
Im vergangenen Frühjahr hatte die Motorfluggruppe
Basel die Gelegenheit, ihre wenig ausgelastete weil
komplexe Piper Turbo Arrow IV gut verkaufen zu können.
Mit dem Erlös wurde in der Folge eine etwas einfachere
Maschine aus der Piper-Familie gesucht. Der Blick richtete
sich nach den USA: Im Frühsommer noch stand der
Dollar zum Schweizerfranken auf Parität; zudem bot der
US-Markt die grösste Auswahl an Piper-Occasionen. Auch
war es nicht das erste Mal, dass die MFG Basel sich eine
Maschine direkt aus den USA beschafft hatte.

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«Es muss einmal gesagt sein!»
Wenn Willy Fahrni etwas anpackt, dann macht er es richtig. Als Beispiel sei die Restauration seiner Moswey 4a,
HB-522, genannt, welche er während mehr als 4000 Arbeitsstunden in den Zustand «besser als neu» versetzte.
Als Anerkennung erhielt er den internationalen Preis für die beste Restauration eines Oldtimer-Segelflugzeuges.
Damit hätte Georg Müller, der Konstrukteur der
Moswey-Segelflugzeuge, wohl kaum gerechnet:
Nach über fünfzig Jahren seit der Fertigstellung der
letzten Moswey fliegen weltweit immer noch zwölf von insgesamt
23 gebauten Exemplaren. Die älteste flugtüchtige
Moswey wird dieses Jahr siebzig Jahre alt. Mosweys waren
und sind aufgrund der eleganten Erscheinung, der hervorragenden
Bauweise und der durchdachten Technik sehr beliebt.
Entsprechend wurden sie von ihren Besitzern gut gepflegt.
Jüngstes Beispiel ist die Moswey 4a, HB-522, von
Willy und Andreas Fahrni.

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