Der Frühling hat Einkehr gehalten; dafür gibt es klare Indizien.
Diese sind allerdings nicht einzig biologischer bzw. meteorologischer
Natur. Dass nebst dem «textilen Liberalismus» und der mitteleuropäischen
Heiterkeit auch das Organ von privaten wie öffentlich-rechtlichen
Vereinigungen – die Generalversammlung – aus dem Winterschlaf
erwacht ist und zur jährlichen Besammlung bittet, ist ein
untrügliches Zeichen dafür, dass der Lenz seiner naturgegebenen
Pflicht, Erdschollen und Menschenherzen zu erwärmen, Schuldigkeit
getan hat.
Dass es indessen Pflicht und Schuldigkeit eines jeden Mitgliedes
etwelcher Verbände, Vereine und Clubs wäre, an erwähnter GV
teilzunehmen, wird gefliessentlich übersehen; ebenso, dass diese
weit mehr Belang hat als das leidigliche Absolvieren einer Pflichtübung.
Nämlich: Mitspracherecht zu haben und die Geschicke aktiv
mitbestimmen zu können. Dies die demokratische Alternative zur
Faust im Sack oder – im schlimmsten Fall – zum Austritt aus einem Verband,
dessen Mitglied man ja dereinst nicht grundlos geworden ist.
Ein weiteres Pro für das Erscheinen an einer GV ist das Informations-
Updating. Es ist gut zu wissen, ob der entrichtete Mitglieder-
Obulus am Ende des Jahres die Farbe schwarz oder rot – und aus welchem
Grund – trägt. Und es unterstützt die Sinnfindung bezüglich der
finanziellen Verpflichtung einer Mitgliedschaft, persönlich zu erfahren,
dass engagierte Leute sich das ganze Jahr über unermüdlich für
die Interessen jedes einzelnen Mitgliedes einsetzen, mit Innovationen
das Verbandsgeschehen vitalisieren, mit Weitsicht, der notwendigen
Beharrlichkeit und der nötigen Diplomatie die Geschicke leiten
und und das Ganze mit einemattraktiven Jahresprogrammgarnieren.
Für alle jene, die ihren Mitglieder-Status als Aktive/r in einer der Sparten
des Aero-Club in Zukunft nicht nur mit den Pflichten, sondern
auch mit allen Rechten wahrnehmen, daher aus persönlichem Interesse
an der nächsten GV erscheinen werden und auf diese Weise auch
dem Engagement der dem Verband vorstehenden Männer und Frauen
Dank und Wertschätzung zollen: Ein Vorgeschmack – als Entschädigung
für das diesjährig Verpasste – kann auszugsweise in dieser Ausgabe
nachgelesen werden.
Patricia Andrighetto
Redaktorin
AeroRevue
AERO setzte in der Luftfahrt-Branche positive Signale
AERO Friedrichshafen 2009 Alle Erwartungen übertroffen
«Nur fliegen ist schöner.» Die 17. AERO lieferte erneut den
eindrücklichen Beweis: Flugzeuge faszinieren und begeistern.
Die Internationale Luftfahrtmesse gab der Branche
mitten in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld
wichtige Impulse und setzte deutliche Signale mit Zuwächsen
bei Besuchern, Ausstellern und belegter Hallenfläche.
Mit 625 Ausstellern waren es zwölf Prozent mehr
als bei der letzten AERO.

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Unterstützung für erfolgreiche Jobsuche
Vorbereitung auf Bewerbungsprozess Bewerbungstraining für Pilotinnen und Piloten
Berufsbedingt gehören Pilotinnen und Piloten zu den
am besten trainierten Menschen, denn nur ständiges
Training sichert die notwendige Professionalität im Umgang
mit allen denkbaren Situationen während eines Fluges.
Was das fliegerische Training allerdings nicht leisten
kann, ist die Vorbereitung auf aussergewöhnliche berufliche
Situationen. Das richtige Verhalten beim Durchfliegen
einer Schlechtwetterzone beherrscht man quasi im
Schlaf, aber was ist, wenn es sich nicht um eine Schlechtwetterzone
in der Natur handelt, sondern um eine wirtschaftliche
Krise, in welche die Firma gerät, bei der man
als Pilotin oder Pilot angestellt ist?
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Internationaler Schulterschluss
Verband Schweizer Flugplätze Generalversammlung auf dem Flughafen Bern-Belp
1981 wurde wegen des zunehmenden Druckes auf die
Flugplätze der «Schweizer Flugplatzverein» mit der
Zielsetzung gegründet, die Interessen der schweizerischen
Flugplätze zu wahren sowie deren Existenz und Betrieb
zu sichern. An der diesjährigen Generalversammlung
auf dem Flughafen Bern-Belp akzeptierten die über 50 Mitglieder
nun eine Namensänderung auf neu «Verband
Schweizer Flugplätze»(VSF) sowie eine Erweiterung der
Zusammenarbeit mit vergleichbaren europäischen Organisationen,
insbesondere vorerst mit der deutschen «Interessengemeinschaft
der regionalen Flugplätze e.V». Heute
gehören dem «Verband Schweizer Flugplätze» VSF mit Sitz
in Lausanne praktisch alle Kleinflugplätze der Schweiz an.
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RUAG stösst in den Weltraum vor
RUAG Befriedigendes Geschäftsjahr 2008 mit strategischen Investitionen
Die RUAG ist trotz Rückgang des Betriebsergebnisses mit dem Geschäftsjahr
2008 zufrieden. Der Konzernteil Aerospace wird gestärkt
durch die Akquisition von Saab Aerospace. Das Projekt Dornier 228
NG ist auf Kurs. Obwohl derUmsatzum9 Prozent auf 1,537 Milliarden
Franken zugenommen hat, liegt das Ergebnis vor Zinsen und
Steuern mit 57 Millionen Franken 25 Prozent unter dem Vorjahr.
«Dasrückläufige Ergebnis ist unter anderemzurückzuführen auf Anlaufkosten
in Zukunftsprojekte, die Rohstoff- und Energiepreissteigerung,
die Konjunkturabschwächung in der Automobil- und
Halbleiterindustrie sowie auf Strukturanpassungen im Simulationsgeschäft
», hält CEO und VR-Delegierter Toni J. Wicki fest. Der tiefe
US-Dollar-Kurs wirkte sich insbesondere auf den Strukturbau von
Flugzeugkomponenten negativ aus. In dieser Fachkompetenz gibt es
aber auch Positives zu melden: RUAG fertigt neu auch Baugruppen
für Bombardier.

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Einmaliger NVFR-Patrouillenflug
Am Abend des 13. Februar 2009, fünf
Minuten vor Ende der bürgerlichen
Abenddämmerung, starteten ab dem
Flugfeld Colombier zwei Robin DR40
mit dem Rufzeichen «Purple Flight» zu
einem NVFR-Patrouillenflug nach Sion
– wohl ein einmaliges Ereignis in der
Leichtaviatik. Der Überflug via Yverdon-
Lausanne-Martigny mit einem Anflug in
Patrouille mit Go Around RWY 25 in
Sion sowie die anschliessende Patrouillenlandung
«by night» verliefen problemlos.
In Sion angekommen, wurden
die beiden Piloten als Wingman bezüglich
ihrer Funktion ausgetauscht.
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Die Schweizer Aviatik-Journalisten feiern
SAJ Vereinigung der Schweizer Aviatik-Journalisten wird 50 Jahre alt
Vor fünfzig Jahren fanden sich einige Profi-Journalisten zusammen, um einen informellen
Club zu gründen mit dem Ziel, sich
vertieft mit der Aviatik zu beschäftigen und
die Erkenntnisse fachlich fundiert und gut
verständlich an ihre Leserschaft weiterzugeben.
An diesen Zielen hat sich bis heute
nichts geändert.
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Invasion der Drehflügler
Der Airport Grenchen, die Heli-West AG und der Heli-Unterhaltsbetrieb Ben Air AG führten vom14. bis 15. März
2009 das zweite Heli-Weekend durch.Über 50 Helikopterbesatzungen
aus der ganzen Schweiz und dem benachbarten
Deutschland folgten der Einladung. Einige Heliunternehmen
waren gar mit der gesamten Flotte vor Ort. Es
ist durchaus keine Selbstverständlichkeit, dass ein Regionalflughafen
während eines ganzen Wochenendes die
Landetaxen für die Drehflügler erlässt und diese dazu
noch erste Priorität im regen Flugbetrieb geniessen. Aber
auch ohne die grosse freiwillige Helferschar wäre ein solcher
Anlass kaum durchführbar. Engagiert zeigten sich
auch die anwesenden Piloten, die den interessierten Besuchern
Red und Antwort standen. Einige öffneten sogar die
Kabine ihrer Helis und ermöglichten so Gross und Klein,
sich für einen kurzen Moment als Pilot zu fühlen.

Seite 16
Seit 50 Jahren in der Luft und kein Ende in Sicht
Was nur ganz wenigen Flugzeugkonstruktionen vergönnt ist, schaffte der geniale
Flugzeugkonstrukteur Henry Fierz: Er schuf vor 50 Jahren ein Flugzeug,
das sich weltweit verbreitete, an vielen Orten unersetzlich ist, vieles kann, was
kein anderes Flächenflugzeug fertig bringt – und das heute noch gefragt ist
und deshalb weiter produziert wird: Der Pilatus Porter feiert einen «runden»
Geburtstag. Ein Blick auf die ersten Jahre, als der «Jeep der Lüfte» zur
Eroberung der Welt abhob.

Seite 18
Eine Schweizer Premiere
Vom 20. bis 23. August 2009 findet auf dem Flugplatz Buochs die erste Swiss AeroExpo,
eine internationale Luftfahrtmesse für die Allgemeine Luftfahrt, statt. Auf einer Ausstellungsfläche
von mehr als 220000 Quadratmetern werden sich namhafte in- und ausländische
Unternehmen der Luftfahrt präsentieren. Mit einem Informationsstand dabei
ist auch der AeCS.
Seite 23
«DaVinci» für die Gebirgsbasen
Noch in diesem Jahr beginnt der Ersatz der Agusta A 109 K2 Helikopter auf den Gebirgsbasen der Rega.
Insgesamt elf der exakt auf die Bedürfnisse der Schweizer Rettungsorganisation abgestimmten Helikopter
der neusten Generation werden beschafft.
ImJanuar 2006 startete die Rega das Projekt für die Ablösung
der Helikopter auf den Gebirgsbasen und im
folgenden September stimmte der Stiftungsrat dem
Beschaffungsantrag zu.Amletzten 4. März konnte nun die
Rega-Geschäftsleitung zusammen mit AgustaWestland in
Vergiate den neuen Helikopter vorstellen: «Kein Selbstzweck,
kein blendender Schnickschnack, sondern das Alltagswerkzeug
unserer Piloten, Ärzte und Rettungssanitäter
», stellte Geschäftsleiter Ernst Kohler sachlich fest, und
fuhr fort: «Es ist in der Bedienung – zugegebenermassen –
etwas anspruchsvoller als ein Schraubenzieher und auch
etwas wartungsintensiver. Aber nichtsdestotrotz: Es ist ein
Werkzeug.»

Seite 24
Zur Erinnerung an ...
Die Schweiz ist voller Denkmäler und Gedenksteine. Auch aviatische Erinnerungsstätten sind überall im
Land verstreut. In knappen Lettern sind darauf kurze Informationen über die Art des Ereignisses und die
beteiligten Menschen enthalten. Die wahre Geschichte aber bleibt in den Archiven verborgen. Eine erste
Spurensuche in der Schweiz.
Vor 90 Jahren, am 7. Juli 1919, stürzte
Oskar Bider auf dem Flugplatz Dübendorf
ab und überlebte diesen Unfall
nicht. Der erste Cheffluglehrer der Schweizer
Fliegertruppe war mit seinen Rekordflügen
schon zu Lebzeiten eine Legende. Schon zwei
Jahre später entschied der Gemeinderat der
Stadt Bern, dass Bider ein Denkmal gesetzt
werden sollte. Die Initiative dafür hatte der
Oberst im Generalstab Kurt Immenhauser ergriffen,
Sektionschef für das Flugwesen in der
Generalstabsabteilung. Als Platz wurde die
Kavaliere der Kleinen Schanze unweit des
Bundeshauses auserkoren, obwohl die Quartierbewohner
des Beundenfeldes das Denkmal
für sich reklamierten, da eben dort die
Wiege der Aviatik gewesen sei. Am 25. Oktober
1924 wurde die Arbeit von Hermann Haller
eingeweiht, nachdem am 24. August 1924 der grosse «Bider-Tag», ein Flugmeeting, in
Dübendorf stattgefunden hatte. Der Reinerlös
diente zur Finanzierung des Denkmals.
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1934: An der Schwelle eines neuen Zeitalters
Vor 75 Jahren zeichnete sich im Luftverkehr ein neues Zeitalter ab: Moderne Flugzeugtypen tauchten am
Himmel auf, die Swissair sorgte mit dem Einsatz einer Stewardess an Bord des Curtiss Condor für eine
Pioniertat, und im Herbst trat die Schweiz der internationalen Luftfahrtkonvention bei.
Schon ein Jahr nach ihrer Gründung hatte
die Swissair europaweit für Schlagzeilen
gesorgt, als sie 1932 mit dem Kauf von
zwei Schnellflugzeugen Lockheed Orion erstmals
amerikanische Verkehrsflugzeuge in Europa
einsetzte. Trotz riesigem Erfolg hatten die
beiden aus Holz und Metall gebauten «roten
Hunde» ein Manko: Sie konnten nur vier Passagiere
mitnehmen. Auf die Dauer genügte
dies bei weitem nicht. So sah sich Balz Zimmermann,
weitsichtiger kaufmännischer
Direktor des Unternehmens, nach einem neuem
Fluggerät um: Ein Curtiss T-32 Condor, immatrikuliert
CH-170, war ein konventioneller
Doppeldecker in Gemischtbauweise mit geräumiger
Kabine und bequemen Sitzen, und er
sorgte auf der Paradestrecke von Zürich-Dübendorf
nach Berlin für Furore, insbesondere
dankNelly Diener. Siewar europaweit die erste
Stewardess, die sich um das Wohl der Flugpassagiere
kümmerte.

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Anspruchsvolle Simulatoren
für ambitionierte Piloten
Das junge Unternehmen SimTechnik GmbH hat eine Marktlücke entdeckt: Es entwickelt Simulatoren
für die Boeing 737 und den Airbus A320, die sich durch professionelle, detailgetreue
Ausführung und grosse Realitätsnähe auszeichnen. Sie sind jedoch nicht zertifiziert und
deshalb deutlich kostengünstiger als offiziell zugelassene Trainingsgeräte. So können auch
ambitionierte Privatpiloten oder «Simmer» zu Hause als «Pilot-in-command» einer Linienmaschine
Flughäfen rund um den Erdball ansteuern.

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