Der Frühling hat Einkehr gehalten; dafür gibt es klare InBadeferien auf den Malediven oder ein Städtetripp nach Paris?
Skifahren in Colorado oder Safari in Kenia? Die Erde hat einiges zu bieten
– und wer sich einen groben Überblick über selbige verschaffen
möchte, schaut sich die Sache am besten vorerst in Ruhe von oben an.
Ab 95000 US-Dollar und mit einer einwandfreien physischen Verfassung
ist man mit von der Partie, um einen Augenschein vomblauen
Planeten aus der Sternenperspektive zu nehmen. Soviel kostet nämlich
ein Flug mit dem Raumfahrtvehikel Lynx– entwickelt durch Xcor Aerospace.
Lynx wird voraussichtlich im Jahr 2011 die ersten Weltraumtouristen
ins All befördern. Flüge können aber bereits heute gebucht werden
– auch in der Schweiz. Noch Fragen? Ab Seite 16 gibts die
dazugehörigen Antworten.
In den Weltraum zu fliegen ist hingegen noch lange nicht dasselbe,
wie auf den Mond geschossen zu werden. Wer anderen auf die
Nerven geht – bewusst oder unbewusst – riskiert zuweilen derlei Verwünschungen.
Wobei die Frage, wer nun wen auf den Erdtrabanten zu
entsenden gedenkt, natürlich stets eine Frage des Standpunktes ist.
Wer sich am Wochenende in seinem Garten zur Erholung einfindet, um
die Seele von den Alltagssorgen zu befreien, um dann festzustellen,
dass die gesuchte Ruhe durch unliebsame Geräuschkulissen (beispielsweise
Fluglärm) torpediert wird, setzt in der Folge häufig alles daran,
um mit allen Mitteln seine Lebensqualität zu verteidigen. Dies wiederum
kann zur Folge haben, dass sich das als Störfaktor empfundene
Subjekt (beispielsweise der Pilot mit seinem Flugzeug) seinerseits in
Souveränität und Agilität eingeschränkt fühlt, was selten freudige
Emotionen auslöst. Eine Situation, die Konfliktpotenzial in sich birgt –
wie ab Seite 30 in dieser Ausgabe nachzulesen ist.
Bleiben drei Einsichten: erstens braucht es sowohl für die
Malediven als auch für die Reise zum Mond unbestritten ein Luftfahrzeug,
zweitens ist das Leben zu kurz, um sich mit schlechten Gefühlen
herumzuschlagen, die man nicht selber ändern könnte, und drittens
wird der Besuch des Weltalls (womit der Mond eingeschlossen ist) als
menschliches Schlüsselerlebnis gewertet – und ein solches braucht es
zuweilen, um überhaupt zu irgendwelchen Einsichten zu gelangen.
Patricia Andrighetto
Redaktorin
AeroRevue
«Wir brauchen die neuen Flugzeuge»
Luftwaffe Informationsrapport in Emmen mit Bundesrat Ueli Maurer
Erstmals stand der jährliche Informationsrapport für die Kader der
Luftwaffe unter der Leitung von Korpskommandant Markus Gygax.
Unter anderem sprach auch Bundesrat Ueli Maurer zu den rund 700
versammelten Offizieren und Unteroffizieren.

Seite 5
Harry Hohmeister neuerSWISS CEO
Der SWISS Verwaltungsrat hat Harry Hohmeister
zum Nachfolger von Christoph Franz als
SWISS Chief Executive Officer ernannt. Der 45-
Jährige ist bereits seit Anfang 2005 Mitglied
der SWISS Geschäftsleitung. Hohmeister übernimmt
das Steuer per 1. Juli als Nachfolger von
Christoph Franz, der vom Aufsichtsrat der
Deutschen Lufthansa AG in den Konzernvorstand
und zumstellvertretenden Vorstandsvorsitzenden
der Deutschen Lufthansa AG berufen
wurde. Er wird das Ressort Lufthansa Passage
übernehmen und ist zugleich in Personalunion
Vorsitzender des Passagevorstandes. SWISS
wird als eigenständige Airline innerhalb der
Lufthansa-Gruppe weitergeführt.
Seite 5
Premiere auf dem Flugplatz Emmen
ILS Sternflug führte erstmals nach Emmen
Für alle Piloten und deren Passagiere dürfte
es wohl eine Premiere und gleichzeitig eine
Derniere gewesen sein. Denn auf dem Militärflugplatz Emmen zu
landen ist in der Regel nicht
erlaubt. Keine Regel ohne Ausnahme: die Interessengemeinschaft
Luftfahrt Schweiz (ILS)
führt jährlich einen Sternflug durch. Der neunte
dieser Art führte in die Zentralschweiz. 39 Flugzeuge
und ihre Piloten und Passagiere fanden
sich am 25. April 2009 bei schönstem Wetter
dort wieder, wo normalerweise F/A-18 oder
Tiger stehen – auf dem Tarmac des Militärflugplatzes.
Ein Leckerbissen für jeden Piloten.

Seite 6
«Rosinenbomber» kommt nach Europa
69-jährige Douglas DC-3 HB-IRJ Überflug von den USA in die Schweiz
Am 3. Mai 2009 begann, was lange Zeit sehr unsicherwar.
Die exAmerican Airlines DouglasDC-
3«Flagshipof Cleveland» mit Jahrgang 1940, militärisch
auch Dakota genannt, startete in Miami
Opa Locka zu ihrem 14 Tage dauernden
Überflug nach Sion. Die total
restaurierte Maschine mit der
neuen schweizerischen Registration
HB-IRJ gehört einer Gruppe von
Personen unter der Leitung von
Francisco Agullo, welcher schon die
legendäre Lockheed Super Constellation
in die Schweiz brachte.

Seite 6
Beat Neuenschwander ist Berner Aviatiker des Jahres
Berner Aero-Club 80. Generalversammlung mit Ehrung des AeCS-Zentralpräsidenten
An der Jubiläums-GV des Berner Aero-Clubs BAeC wurde
Beat Neuenschwander, Zentralpräsident des Aero-Clubs
der Schweiz, zum Berner Aviatiker des Jahres 2008 gekürt.
Präsident Peter Dürig konnte mit über 40 Anwesenden
neun Prozent der Clubmitglieder begrüssen, dazu den in
Bern praktizierenden Fliegerarzt Dr. Thomas Krebs.

Seite 8
Die Gönnerfamilie wächst kontinuierlich
REGA Rekord von Einsätzen im Jahr 2008 und 2140000 Gönner
Günstiges Wetter und der Trend zur Spezialisierung im
Gesundheitswesen bescherten der Rega letztes Jahr eine
Zunahme der Einsätze um 5,8 Prozent. Am meisten betroffen
waren Personen mit Akuterkrankungen und Wintersportunfälle.

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«Bremserhaus» als Mirage-Standort gesichert
Mirage-Verein Buochs Mitgliederversammlung 2009
54 Mitglieder des Mirage-Vereins Buochs fanden sich zur
jährlichen Mitgliederversammlung ein. Deren 200 – unter
ihnen viele ehemalige Piloten, Mechaniker und Warte, die
das Hochleistungsflugzeug bestens kennen – zählt der
Verein insgesamt, welcher Ende 2004 die Mirage IIIRS
R-2109 ersteigerte.
Seite 9
Ein Tag, der Leben retten kann…
Menschliches Fehlverhalten
steht als Unfallursache im Fallschirmsport
an erster Stelle; sei
es durch Selbstüberschätzung,
Nachlässigkeit oder mangelnde
Vorbereitung. Materialfehler
oder «dumme Zufälle» sind hingegen
eher die Seltenheit. Auf
das menschliche Verhalten zielte
der Swiss Skydive Safety Day ab,
welcher dieses Jahr auf sechs verschiedenen
Flugplätzen der
Schweiz durchgeführt wurde.
Seite 11
Ein globales Luftsportereignis
World Air Games Turin (Italien) 23 Wettbewerbe in zehn Flugdisziplinen
Über 500 Sportler – welche die hundert Mitgliedsverbände
der FAI (Fédération Aéronautique
Internationale) repräsentieren – 1500
«Offizielle», Techniker und Kampfrichter, voraussichtlich
300000 Zuschauer an den drei
Wettkampfstätten und über 200 Millionen Zuschauer
an den Fernsehbildschirmen weltweit:
Das sind die erwarteten Eckdaten der World
Air Games 2009 in Turin. Hauptveranstaltungsorte
werden der Flugplatz Torino-Aeritalia
in Collegno sowie Avigliana und Mondovi
sein. Die Luftsportwettkämpfe verteilen sich
auf zehn Disziplinen: Ballonfahren, Microlight,
Hängegleiter, Gleitschirm, Fallschirmspringen,
Kunstflug, Helikopter, Segelfliegen, Experimentalflugzeuge
sowie Modellflug. Eine Woche
lang, vom 6. bis zum 14. Juni 2009, werden
die weltbesten Sportler gegeneinander antreten.

Seite 12
Ein zweites Leben für den Passagier
Kollision zweier Motorsegler am Piz Nuna (GR)
Eine folgenschwere «Begegnung» am Piz
Nuna (Ardez/GR) kostete am 21. April
2007 das Leben beider Piloten. Die dritte
beteiligte Person – ein Passagier – überlebte
den Unfall leicht verletzt.
Am Vormittag des besagten Datums
starteten zwei Piloten unabhängig voneinander
mit ihren Motorseglern zu einem Flug:
der eine, ein Schweizer mit Jahrgang 1937
und einer Flugerfahrung von rund 1556 Stunden,
um10.15Uhr mit einer StemmeS 10-V ab
dem Regionalflughafen St.Gallen-Altenrhein,
der andere, ein deutscher Staatsangehöriger
mit Jahrgang 1942 und insgesamt 6293 Stunden
Flugzeit, um 11.33 Uhr mit einer Schleicher
ASH 25 E ab dem Flugplatz Eschenlohe
(D); mit dabei ein 80-jähriger Passagier. Das
Ziel beider Piloten waren die Bündner Alpen.
Der Pilot der Stemme flog nach einer Zwischenlandung
in Samedan kurz nach
Mittag in Richtung Zernez und um 14.18 Uhr
südlich des Piz Nuna auf einer Höhe von rund
3000m/Min einen thermischen Aufwind ein.

Seite 14
Einmal Weltraum und zurück
Die kalifornische Firma Xcor Aerospace entwickelt seit 1999 Luftfahrzeuge mit Raketenantrieb. Ab
2011 sind die ersten Passagierflüge mit dem Raumfahrtvehikel Lynx geplant. Doch bereits seit wenigen
Wochen finden die ersten Qualifikationsprogramme für interessierte Weltraumtouristen statt.
MiGFlug & Adventure GmbH aus Zürich ist als Launch-Partner dabei.
Für95000USDollar istmandabei: so viel – oder so wenig,
je nach Gewicht des Bankkontos – kostet ein
Ticket ins All. Inbegriffen in diesem Preis ist eine
Rücktrittsversicherung, das Qualifikationsprogramm, Flugvorbereitungenwährend
fünf Trainings- und Vorbereitungstagen
inklusive Unterkunft in einem Fünf-Sterne-Hotel sowie
natürlich der Flug auf 200000 ft Höhe im Xcor Lynx
Weltraumvehikel. Seit kurzem können «Abstecher ins Weltall
» auch in der Schweiz gebucht werden – über die Firma
MiGFlug & Adventure GmbH. Das junge Schweizer Unternehmen
ist durch das kalifornische Unternehmen Xcor offiziell
zertifizierter Space Tourism Specialist und Berater für
Lynx-Flüge.

Seite 16
Inselflieger mit Charme
Air Malta ist für die malerische Mittelmeerinsel mehr als nur eine Fluggesellschaft. Seit 35 Jahren bietet sie
die umfangsreichste Auswahl von Reisemöglichkeiten nach Malta. Keine andere Airline ist der maltesischen
Gemeinschaft und deren Wirtschaft auf gleiche Weise verpflichtet. Seit März fliegt Air Malta im Code Share
mit Swiss täglich nach Zürich.
Captain Laurence H. Gatt gehört zur
maltesischen Fluggesellschaft wie
das Malteserkreuz zum Wappen
von Malta. Seit Beginn der 35-
jährigen Geschichte Air Maltas gehört der
heutige Chief Officer Flight Operations & Engineering
dazu. Damals flog er als First Officer
mit den ersten Flugzeugen – zwei von Pakistan
International Airlines (PIA) im Wet-
Lease gemieteten Boeing 720BS. Später pilotierte
er die Boeing 737-200, auf der er 1985
zum Captain avancierte. Die weitere Flottenentwicklung
hat Gatt wesentlich mitgeprägt.
«Ich war immer ausgesprochen interessiert an
der Technik und deren Entwicklung», sagt er
gegenüber der AeroRevue. So wirkte er massgeblich
bei der Entscheidung mit, als der erste
Airbus A320 – man schrieb das Jahr 1990 –
angeschafft wurde. Heute besteht die Flotte
aus 13 Jets der A320-Familie. «Technisch sind
unsere Maschinen sehr gut ausgerüstet», betont
Gatt. In diesem Jahr feiert Air Malta ihr
35-jähriges Bestehen. Der Erfolg der Fluggesellschaft
ist eng verknüpft mit dem Tourismuswachstum
des Inselstaates.

Seite 18
«Flight Crew Licensing»
Die EASA plant die Einführung neuer Lizenzen. Nach dem Willen des EU-Ministerrats und des EU-Parlaments
sollen bis April 2012 alle nationalen Lizenzsysteme (inkl. JAR-FCL) durch ein EU-Pilotenlizenzsystem
abgelöst werden. In einem ersten Vernehmlassungsverfahren kam es zu mehr als 11000 Kommentaren.
Nachstehend ein rudimentärer Überblick über den heutigen Stand der Dinge.
Seite 22
900 PC-12 ausgeliefert
Die Pilatus Flugzeugwerke AG vermelden für 2008 Rekordzahlen: Noch nie wurden so viele
Flugzeuge (97) ausgeliefert, der Bestellungseingang war höher als je zuvor (988 Millionen
Franken), und auch der Umsatz war niemals zuvor höher (661 Millionen Franken). Einzig
das Betriebsergebnis ging trotz höherem Umsatz leicht zurück auf 55 Millionen Franken
(Vorjahr 59 Millionen Franken). Schuld daran ist vor allem der schwache US-Dollar.

Seite 23
Zweite Balair: erste Langstreckenflugzeuge im Charterverkehr
Vor fünf Jahrzehnten schlug die grosse Stunde der zweiten Balair: Sie setzte erstmals viermotorige DC-4-
Flugzeuge ein und wurde damit Pionierin im Langstrecken-Charterverkehr. Während die Linien-Fluggesellschaften
auf Düsenflugzeuge umstellten, begann die goldenen Zeit der Ferien-Charterflüge.
Eine zweite Balair? Streng genommen war es schon das
dritte Unternehmen, das diesen klingenden Namen
trug. Seit dem 1. April 1926 firmierte am Rheinknie
die erste Firma unter dieser Bezeichnung, die mit der Übernahme
der Zürcher Ad Astra am 26. März 1931 ihren
Namen auf Swissair änderte. Eine zweite Balair begann
1948 als Genossenschaft des Basler Aero-Clubs auf dem
Sternenfeld in Birsfelden mit dem Betrieb einer Flugschule.
Die Verlegung des Basler Flugplatzes ins französische
Blotzheim bedeutete für den Betrieb erhebliche Probleme
zolltechnischer Natur. So fusionierte die Genossenschaft
mit der Genossenschaft Aviatik beider Basel und nahm damit
auch den Unterhalt von Flugzeugen auf.

Seite 24
Der neue Flugplatz
nimmt Formen an
Der jüngste Kanton der Schweiz bereitet sich
darauf vor, den jüngsten Flugplatz des Landes in
Betrieb zu nehmen. Das in der AeroRevue (siehe
Ausgabe 12-06/01-07) bereits vorgestellte Projekt
in Bressaucourt beginnt Form anzunehmen.
Die ersten Spatenstiche erfolgten im November
letzten Jahres.
Der derzeitige Flugplatz von Pruntrut in Courtedoux wurde 1946
eingeweiht. Schon vor einigen Jahren war der Platz in der Ajoie
an seine Grenzen gestossen, insbesondere aufgrund der Nähe
der Gemeinden Courtedoux und Pruntrut, welche jegliche Erweiterung
verunmöglichte. So werden die Wohngebiete im An- und Abflug links
und rechts der Piste je nach Windverhältnissen regelmässig in etwa 50
Metern Höhe überflogen, und die Starts auf Piste 07 in Richtung des Bezirkshauptorts
Pruntrut erfordern eine 90-Grad-Kurve nach rechts. Die
auf der Brücke der Transjurane-Autobahn A16 installierten Kräne machen
gegenwärtig auch die Landung von zweisitzigen Segelflugzeugen
auf Piste 25 unmöglich. Hinzu kommt, dass die aktuelle Graspiste regelmässig
überschwemmt ist, so dass Starts und Landungen noch mehrere
Tage nach den Niederschlägen nicht möglich sind. Schlimmer noch ist
jedoch, dass die Piste häufig vom Hochwasser der unterirdischen Flussläufe
der Ajoulote und von der Karstquelle Creugenat, deren Bett parallel
zur Piste verläuft, überschwemmt wird. Und schliesslich trägt auch
die Nähe des Grundwassers zu Überschwemmungen bei.

Seite 28
Die Flugwege im Visier
Die Verantwortlichen des Flugplatzes Birrfeld gehen gemeinsam mit den Anliegergemeinden in
die Offensive. Flugwege werden künftig an mehreren Tagen im Jahr aufgezeichnet. Damit lässt
sich objektiv beurteilen, wie gut sich Piloten an die publizierten Routen halten.
Lärm und seine Auswirkungen auf den Menschen:
Zahlreiche Studien, Forschungsprojekte, Statistiken,
Symposien und jede Menge Literatur setzen sich
damit auseinander. So mannigfaltig die Ausgangslagen sein
mögen, eine Erkenntnis ist allen gemeinsam: die von
Mensch zu Mensch stark unterschiedliche Lärmempfindlichkeit.
Ob ein Geräusch als Lärm empfunden wird und in
welchem Ausmass es störend ist für den Einzelnen, ist sehr
individuell. Während sich die einen Menschen rasch und
problemlos etwa an Auto- oder Eisenbahngeräusche gewöhnen,
werden andere, die unmittelbar neben einer Schnellstrasse
oder Geleisen wohnen, niemals eine einwandfreie
Lebensqualität geniessen können. Polarisierend wirkt bekanntermassen
auch das Thema Fluglärm. Nicht nur im Gebiet
um Grossflughäfen bzw. in den An- und Abflugschneisen
formieren sich Fluglärmgegner. Auch regionale Flughäfen
und Flugplätze sehen sich zunehmend mit dem Problem
konfrontiert, als Störfaktor empfunden zu werden.

Seite 30
Mit Swiss Aviation Training
ins Embraer-Cockpit
Swiss Aviation Training SAT bietet eine breite Palette an Ausbildungs- und Umschulungskursen
für Piloten, Kabinenpersonal und Techniker an. Unter anderem
führt die weltweit tätige Trainingsorganisation auch Type Ratings für die Jets des
brasilianischen Herstellers Embraer durch. Die zunehmende Verbreitung dieses
Regionalflugzeugs im Lufthansa-Konzern hat dazu geführt, dass SAT seit kurzem
einen neuen Simulator für die Modelle Embraer 190/195 am Trainingsstandort
München betreibt.
«We train the world» – dieser Slogan, der in etwas anderer Form
von einem Nahrungsmittelmulti verwendet wird, fällt mir
spontan ein, als Captain Laurent Privet von seinen Kunden
erzählt. Mein Gegenüber ist bei Swiss Aviation Training (SAT) verantwortlich
für das Type-Rating-Training, also für die Umschulung von
Linienpiloten auf andere Flugzeugmuster. «Vor kurzem haben wir den
neusten Simulator für die Embraer 190/195 in München in Betrieb genommen», erläutert der Captain begeistert. Der brasilianische Flugzeughersteller
gehörte im vergangenen Jahr zu den erfolgreichsten Verkäufern
von Regionaljets mit 70 bis 122 Sitzplätzen. Flaggschiff ist die
Embraer 195 mit 122 Sitzen. SAT istweltweit einer derwenigen exklusiv autorisierten und bevorzugten Trainingspartner von Embraer. «Zu unseren
Kunden zählen nebst Lufthansa CityLine und ihren regionalen
Partnern wie Air Dolomiti, Augsburg Airways, Flybaboo und Alitalia
auch Besatzungen von Fluggesellschaften aus Afrika, dem Mittleren
Osten, Asien und Australien. Bis heute haben wir weltweit über 1500 Pilotinnen
und Piloten, 1600 Mechaniker und zahlreiche Mitglieder der
Kabinenbesatzungen auf den verschiedenen Typen ausgebildet», ergänzt
Uschi Roth, bei SAT verantwortlich für Marketing und Kommunikation.
Dank dem neuen Simulator in München kann dem Trainingsbedarf
der Crews im Lufthansa-Konzern optimal entsprochen werden.
SAT, die autonomagierende Tochtergesellschaft vonSwiss International
Airlines, hat dafür in Kooperation mit Embraer das Trainigsprogramm
für Piloten, Flight Attendants und Flugzeugmechaniker entwickelt.

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