Zwei neue Schweizer Entwicklungen von Leichtflugzeugen
werden an der Swiss AeroExpo in Buochs erstmals der Öffentlichkeit
vorgestellt. Eine bemerkenswerte Tatsache, auch wenn immer wieder
Flugzeuge entwickelt und mehr oder weniger erfolgreich angeboten
werden. Einige, auch traditionsreiche Hersteller von Leichtflugzeugen
mussten indes schon schmerzhaft erfahren, dass dieser
Markt eigenen Gesetzen unterworfen ist. Eines davon ist, dass die
Aviatikbranche zum Konservatismus neigt. Dessen klassischem
Grundsatz «Man ersetze Altes erst durch Neues, wenn sich das mögliche
Neue als besser erwiesen hat» wird nachgelebt – nicht unbegründet,
geht es doch beim Fluzeugkauf um bedeutende Investitionen.
Und aus Schaden wird man bekanntlich klug. Die Ausgangslage für
die Entwicklung neuer Flugzeuge jedoch wird dadurch nicht einfacher.
Umso höher ist es zu werten, wenn talentierte, innovative
Schweizer Flugzeugbauer auf dem Markt Chancen zu erkennen glauben
und mit Herzblut, hohem Engagement und unter Einsatz erheblicher
finanzieller Mittel Risiken in Kauf nehmen. Der im Birrfeld
domizilierte Max Vogelsang mit dem zweiplätzigen Kunstflugtrainer
Votec 252 T, welcher kürzlich den Erstflug absolvierte, und Urs
Villiger mit der Traveler TR230, einem vierplätzigen, modernen Hochdecker,
machen sich auf, den Himmel zu erobern. Sowohl der Trainer
als logische Weiterentwicklung und Ergänzung der bewährten einund
zweiplätzigen Votec-Kunstflugmaschinen als auch die als «moderne
Cessna Cardinal» positionierte Traveller vereinen innovative
Entwicklungen mit Bewährtem und verfügen damit über gute Voraussetzungen.
Dass der «konservative» Markt dies erkennt und den beiden
leidenschaftlichen Flugzeugbauern Erfolg beschert, ist ihnen alleweil
zu wünschen.
Freude bereitet auch die Tatsache, dass die neuen Flugzeuge
ihren ersten öffentlichen Auftritt just anlässlich der Swiss AeroExpo
erlebten. Eine neue Messe-Plattformfür die General Aviation in der
Schweiz mit der Präsentation zweier neuer helvetischer Entwicklungen
– dies lässt doch des Schweizers Aviatik-Herz höher schlagen.
Jürg Wyss
Chefredaktor
AeroRevue
Erste Aviatik-Studenten gelandet
Studiengang Aviatik Erste Bachelor-Diplome verliehen
Kürzlich haben 49 Studierende der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ihr Bachelor-Diplom in Aviatik erhalten und damit eine anspruchsvolle dreijährige Ausbildung abgeschlossen. Der Studiengang Aviatik
erreicht damit einen bedeutenden Meilenstein.
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Meeting der Drehflügler
Am Wochenende vom 12. und 13. September geht die fünfte Auflage des Heli-Event in Melchnau bei Langenthal über die Bühne.
Der Anlass wurde erstmals im Jahr 2001 auf Initiative einer Interessengruppe von Helikopter-Fans durchgeführt und zog bereits beim ersten Mal rund 2000 Besucher an. Seither ist der Heli-Event stetig gewachsen und die Infrastruktur
wurde entsprechend angepasst. In diesem Jahr werden zwischen 3000 und 4000 Zuschauer erwartet.
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Treffen der Giganten
Wenn für einen Transport der weltweit grösste Helikopter aufgeboten wird, dann muss die Last entsprechende Dimensionen aufweisen. Am
8. Juli war mit der Wasserung des neuen
Alinghi-5-Katamarans am Genfersee ein derartiger
Transport geplant. Am späteren Nachmittag war es so weit: Aus Richtung Lausanne konnte die Silhouette des Mi-26-T-Helikopters wahrgenomen werden. Bei der Alinghi-Werft in Villeneuve wurde die
kostbare Fracht aufgenommen und nach einem Probeanflug bei Montreux erfolgte schliesslich die Wasserung des Katamarans im See bei Le Bouveret.
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70 Jahre Flugplatz Emmen
Am 7. Juli 1939, kurz vor Mittag, landete ein Bücker Jungmann als erstes Flugzeug auf dem Emmerfeld. An diesen bedeutungsvollen Anlass erinnerte auf den Tag genau 70 Jahre später eine schlichte Feier auf dem Flugplatz Emmen. Oberst Peter Rohrer, Kommandant des Flugplatzkommandos Emmen, liess 70 Jahre Geschichte des Militärflugplatzes Emmen in kompakter Form Revue passieren. Immer wieder gab es Diskussionen zwischen zivilen und militärischen Behörden, die oftmals heftige Ausmasse annahmen, insbesondere als in verschiedenen Abstimmungen auch die Parteien und Stimmbürger gefordert
waren. In den letzten Jahren erfolgten wiederholte Umstrukturierungen
auf dem Flugplatz und sorgten teilweise
für Unruhe. Heute arbeiten verschiedene militärische und
zivile Partner aufdemPlatz zusammen. «Dies verlangt von
jedem Betroffenen Verständnis, Interesse an der Sache
und gutes Organisationstalent», stellte Rohrer fest. Er
dankte allen Mitarbeitern auf dem Platz für die gute Arbeit
und schloss mit den Worten: «Begeben wir uns nach
draussen und schauen einmal, was vor 70 Jahren auf dem
Flugplatz gelandet ist.»

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Neue Piloten für das Land
Schloss Spiez Luftwaffe brevetierte sieben Piloten
Das Schloss Spiez, der Thunersee und
die Berge: Sie bildeten am 30. Juli 2009
den stimmungsvollen Rahmen für die
Brevetierung der sieben neuen Militärpiloten.
Deren Ausbildung begann 2004.
Fünf Jahre später sind sie am Ziel ihrer
Träume angelangt. «Sechs Kandidaten
und eine Kandidatin wurden in dieser
Zeit geistig, körperlich und psychisch
aufs Äusserste gefordert», hielt Oberst
Thierry Goetschmann, Kommandant der
Pil S LW 85 fest.
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Erfolgreiche Schweizer am RIAT 2009
Fairford (GB) Schweizer Luftwaffe an der Air Tattoo
Mehr als 160000 Besucher pilgerten am 18.
und 19. Juli an die grösste Airshow der Welt.
Neben «60 Jahre NATO» wurde auch «100 Jahre
britische Marineflieger» gefeiert. 269 Flugzeuge
aus 22 Nationen waren Teil dieser Airshow.
Im täglichen, fast neunstündigen Flugprogramm
ging es denn auch Schlag auf
Schlag. Highlights des Meetings waren neben
dem Delta-Bomber Avro Vulcan die Gäste aus
der Schweiz mit dem PC-7 TEAM und die Solo-
Demonstration des F/A-18 Hornet (im Bild im
gemeinsamen Verbandsflug).

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Aus dem Rollstuhl ins Cockpit
Handiflight Drittes europäisches Treffen von gehbehinderten Piloten
Im dritten aufeinander folgenden Jahr trafen sich gehbehinderte
Piloten aus ganz Europa in Epagny. Das Treffen
war von Geselligkeit geprägt, bot aber auch Gelegenheiten
zum Gedankenaustausch über die Bemühungen,
eine Harmonisierung der verschiedenen europäischen
Gesetzgebungen zu erreichen und gehbehinderten Menschen
den Zugang zum Cockpit zu ermöglichen.

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AFIS-System am Engadin Airport gefestig
SkyWatch AG Als Trainingsprovider für AFIS zertifiziert
Der Anflug auf Europas höchstgelegenen VFR-Flughafen Samedan
ist eine schöne fliegerische Herausforderung und wird von
den Luftraumbenutzern stark frequentiert. Zur Steigerung der
Sicherheit innerhalb der FIZ (Flight Information Zone) am
Engadin Airport wurde das System AFIS (Aerodrome Flight
Information Service) erfolgreich eingeführt.
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Zwei Wildlinge im selben Cockpit
Birrfeld Hannes Arch und Sébastien Buemi hoben gemeinsam ab
Formel-1-Fahrer Sébastien Buemi und Rennpilot Hannes
Arch hoben in Birrfeld in einem Kunstflug-Doppelsitzer ab.
Buemi fungierte an Bord als Copilot des österreichischen
Red-Bull-Air-Race-Weltmeisters Arch (Team Abu Dhabi).
Der Eidgenosse meisterte die für ihn ungewohnten Belastungen
von bis zu 10G erfolgreich.

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Fünf Wertungsflüge zwischen den Regenfronten
Schänis Schweizer Segelflugmeisterschaft 2009
Vom 6. bis 13. Juni war der Flugplatz Schänis Gastgeber
der Schweizer Segelflugmeisterschaft. Diese wurde in
zwei Leistungsklassen, in einer unbeschränkten Offenen
Klasse und einer Klasse mit maximal 15 m Spannweite,
ausgetragen.

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Wenn die Piste immer kürzer wird...
Fliegen bei hohen Aussentemperaturen
Tiefer Luftdruck, hohe Temperatur und
ein Flugplatz in grosser Höhe: Diese
Kombination kann einen Start zu einem
gefährlichen Abenteuer werden lassen, vorallem
dann, wenn man die Leistungsdaten
seines Flugzeuges nicht kennt.

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Ein Hurricane ohne Flügel – und andere Raritäten
Engiadina Classics
Am 4. Juli zogen die Engiadina Classics zum dritten Mal viel
Publikum nach Samedan. Unbestrittener Star war einmal
mehr die Breitling Super Constellation. Das Hauptgewicht
lag dieses Jahr aber bei den Autos. Unter den attraktiven
Oldtimer-Autos und schnellen Strassenflitzern fiel der Rolls-
Royce Hurricane auf: Im zweiplätzigen Auto von 1930 ist
ein Rolls-Royce V-12-Motor eingebaut, eine Variante des
berühmten Merlin-Triebwerkes, das Hurricane-, Spitfire- und
Mustang-Jäger antreibt.

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Zwei neue Schweizer Flugzeuge erobern den Himmel
Schweizer Flugzeugkonstrukteure zeigen sich innovativ. Max Vogelsang führte mit dem neu entwickelten
Kunstflugtrainer Votec 252 T kürzlich den Erstflug durch. Und der Prototyp des vierplätzigen Reiseflugzeugs
Traveller TR 230 von Urs Villiger steht kurz vor der Fertigstellung. Beide Flugzeuge haben das Zeug für eine erfolgreiche
Karriere. Schweizer Köpfe bauen Schweizer Flugzeuge – eine nicht alltägliche Erfolgsgeschichte.

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Keine Geburtstagsstimmung in Le Bourget
Trotz der angespannten wirtschaftlichen Situation hat der Salon de l’Aéronautique et de l’Espace in Paris Le
Bourget nichts von seiner Attraktivität verloren. 140 000 Fachbesucher und 220 000 Zuschauer an den
Public-Days besuchten die Luftfahrtmesse. 142 Flugzeuge wurden in diesem Jahr am Boden ausgestellt, bei
den Flugvorführungen starteten 42 verschiedene Fluggeräte.
Wie bereits vor zwei Jahren blieb Präsident Sarkozy
auch heuer der wichtigsten Luftfahrtmesse
fern. Eingeweiht wurde der Salon de l’Aéronautique
et de l’Espace in Paris Le Bourget von Premierminister
François Fillon. Nach Feiern war allerdings den wenigsten
der rund 2000 Aussteller zu Mute. Im Gegensatz zur Ausgabe
2007 hat sich die Stimmung als Folge der globalen
Wirtschafts- und Finanzkrise und des bis dato ungeklärten
Airbus-Absturzes kräftig verdüstert.

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AmPuls der Paris Air Show
Leserinnen und Leser der AeroRevue landeten
mit dem Sonderflug mitten im Geschehen
der Paris Air Show in Le Bourget. Sie
erlebten einen spannenden Aviatik-Tag.
Innert Kürze war die in der AeroRevue ausgeschriebene
Leserreise ausgebucht. 72 Leserinnen und Leser füllten
am 16. Juni 2009 die Bombardier Dash 8 der Genfer Fluggesellschaft
Baboo, welche den Flug im Auftrag von Sky
Work Airlines durchführte, bis auf den letzten Platz. Der
Flug führte von Bern-Belp aus mitten ins Geschehen auf
den Flughafen Paris Le Bourget. Danach folgten sich die
Höhepunkte Schlag auf Schlag: An den Ständen von EADS
und Dassault kamen die Teilnehmenden in den Genuss
einer Spezialführung und konnten sich einen vertieften
Einblick in die vielfältige Produktepalette verschaffen. Im
Cockpit eines Eurofighters oder einer Rafale Platz zu nehmen:
Diese Gelegenheit erhält man nicht alle Tage; entsprechend
rege wurde sie genutzt.

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Mit 130 Knoten um den halben Globus
Vor kurzem hat der Paraclub Beromünster eine neue PAC 750XL erworben; als Ersatz für die vor rund einem
Jahr verunglückte Maschine. Die beiden Piloten Räto Vitins und Beat «Yeti» Hutmacher haben das neue
Flugzeug aus Neuseeland in die Schweiz überflogen. Die nachstehende Reportage nimmt den Leser mit auf
eine abenteuerliche Reise
Die Vorfreude auf die geplante Reise um den halben
Globus, auf die Begegnung mit fremden Menschen
und Kulturen ist gross. Vor meinem inneren Auge
sehe ich bereits die Wüsten, Dschungel, Meere und Berge
unter uns durchziehen. TageundNächte verbringe ichüber
Charts und Planungsprogrammen. Die wertvollen Tipps
vieler Piloten helfen mir über scheinbar unüberwindbare
Probleme hinweg. Während all den Monaten der Planung
vergeht kaum eine Stunde, in welcher ich mich nicht gedanklich
mit dem bevorstehenden Unterfangen auseinandersetze.
Ich freue mich sehr auf ein grosses Abenteuer,
dem ich aber mit ebenso grossem Respekt begegne.

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Mit Solarenergie zum Rekord
Das ursprünglich aus einem Auftrag der europäischen Weltraumagentur an die EPFL/ETH entstandene Projekt
eines Solarseglers wurde nach dem Ausstieg der ESA vom Projektteam an der ETH Zürich weitergeführt.
Das unbemannte Solarsegelflugzeug Sky-Sailor hat im letzten Jahr seine Fähigkeit zum kontinuierlichen
Flug mit Sonnenenergie auf konstanter Höhe mit einem Weltrekordflug von über 27 Stunden Dauer bewiesen.
Jetzt werden Flugtests in zehn bis zwölf Kilometer Höhe vorbereitet.
Der 20. Juni 2008 war ein wunderschöner Frühsommertag.
Gegen Mittag stand die gleissende
Sonne bereits hoch über dem Horizont. Eine
leichte Brise aus Nordwest brachte angenehme Kühlung.
André Noth, der Leiter des Projekts Sky-Sailor, Pilot
Walter Engel und Reservepilot Tobias Lämmlein bereiteten
auf dem Modellflugplatz Niederwil bei Cham den
Rekordversuch vor. Wieder und wieder wurde das Solarflugzeug
überprüft: Elektromotor, Solarpanels, elektronische
Komponenten, Kabel, Antennen, Steuerung; alles
schien in Ordnung zu sein. Um 12.30 Uhr nahm Noth den
2,5 Kilogramm leichten Solarsegler mit einer Spannweite von 3,2 Metern sorgfältig vom Boden auf, balancierte das
Flugzeug in seiner rechten Hand. Modellflugpilot Engel
schaltete die Fernsteuerung ein. Der Elektromotor lief mit
voller Leistung. Alles klar zum Start.

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Mit 130 Knoten um den halben Globus
Vor kurzem hat der Paraclub Beromünster eine neue PAC 750XL erworben; als Ersatz für die vor rund einem
Jahr verunglückte Maschine. Die beiden Piloten Räto Vitins und Beat «Yeti» Hutmacher haben das neue
Flugzeug aus Neuseeland in die Schweiz überflogen. Die nachstehende Reportage nimmt den Leser mit auf
eine abenteuerliche Reise
Die Vorfreude auf die geplante Reise um den halben
Globus, auf die Begegnung mit fremden Menschen
und Kulturen ist gross. Vor meinem inneren Auge
sehe ich bereits die Wüsten, Dschungel, Meere und Berge
unter uns durchziehen. TageundNächte verbringe ichüber
Charts und Planungsprogrammen. Die wertvollen Tipps
vieler Piloten helfen mir über scheinbar unüberwindbare
Probleme hinweg. Während all den Monaten der Planung
vergeht kaum eine Stunde, in welcher ich mich nicht gedanklich
mit dem bevorstehenden Unterfangen auseinandersetze.
Ich freue mich sehr auf ein grosses Abenteuer,
dem ich aber mit ebenso grossem Respekt begegne.

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