Was, wenn Taddeoli Rennfahrer geblieben und Audemars
Seefahrer geworden wäre? Was, wenn Failloubaz seine Adoleszenz
als liederlicher Pubertierender herumhängend mit dem «Gossenpulk
» durchgeschlagen hätte, anstelle bereits mit 18 Jahren sein
Piloten-Brevet (Nr. 1 in der Schweiz) in die Tasche zu stecken?
Was, wenn Bider unter Höhenangst gelitten und Gsell seine ganze
Leidenschaft in professorale Sesselkleberei anstelle in eine bemerkenswerte
«Aeropolygamie» gesteckt hätte? Hätten diese Männer –
um nur einige zu nennen – derlei Wege eingeschlagen, wäre den
meisten von ihnen wohl ein deutlich längeres Leben beschieden
gewesen – der Luftfahrt allerdings hätten wegweisende Pioniere gefehlt.
Man kann nun selbstverständlich dagegenhalten, dass die
Menschheitsgeschichte in diesem Fall wohl andere Schlüsselfiguren
an die Oberfläche befördert hätte, damit 100 Jahre später dennoch
ein technisches Wunderwerk vom Typ A380 erstmals auf dem Flughafen
Zürich aufsetzen konnte (mehr dazu ab Seite 22).
Patricia Andrighetto
Redaktorin
AeroRevue
Edelweiss Air auf neuen Höhen
Edelweiss Air Auf Erfolgskurs
Edelweiss Air hat im vergangenen Jahr mit
703000 Passagieren rund einen Viertel
mehr Gäste an Bord ihrer Flugzeugeempfangen
als im Vorjahr. In einem wirtschaftlich
schwierigen Umfeld hat Edelweiss Air gezeigt,
dass die Partnerschaft mit Swiss sowie
ein qualitativ hochstehendes und auf
Ferienreisende abgestimmtes Produkt entscheidende
Erfolgsfaktoren sind. Sowohl
bei der Auszeichnung der Leser des «Reise-
Blick» sowie in der Wertung der Reisebranche
«Travel Star» rangierte Edelweiss Air
ganz vorne.

Seite 5
Für die Fachkräfte von morgen
RUAG-Ausbildungscenter Von Swissmem ausgezeichnet
Die RUAG bekennt sichseit je zur Ausbildung
junger Berufsleute. In der Schweiz sind
gegen zehn Prozent der Belegschaft Lernende.
Nun hat das Unternehmen in Emmen
durch Modernisierungsarbeiten in Höhe
von 1,5 Millionen Franken ein zukunftsorientiertes
Aus- und Weiterbildungscenter
für mechanische Berufe geschaffen.
Seite 5
Schweiz ist Partnerland der ILA2010
Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung Vom 8. bis 13. Juni in Berlin-Schönefeld
Die Schweiz hat einen starken Auftritt als Partnerland
der ILA 2010 angekündigt. Vom 8. bis 13. Juni wird die
Schweiz mit einem repräsentativen Ländergemeinschaftsstand
auf der Internationalen Luft- und
Raumfahrtausstellung vertreten sein. Zahlreiche Delegationen
aus Wirtschaft und Politik sowie unter anderem
auch die Patrouille Suisse werden an der alle zwei
Jahre auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld stattfindenden
Berlin Air Show erwartet.

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Strömungsabriss beim Windenstart
Normalerweise starten die Segelflugzeuge
ab dem Flugplatz Birrfeld
im Flugzeugschlepp. Segelfluggruppen
führen jedoch an einigen Tagen im
Jahr ausserhalb des Motorflugbetriebs Windenstarts
durch. So auch am 24. Mai 2009. Bereits
um 5.30 Uhr wurde ein Briefing unter der
Leitung eines erfahrenen Fluglehrers durchgeführt. Dieser legte dabei grossen Wert auf die
Sicherheit. Unter anderen Punkten wies er auf
Kavalierstarts hin, erläuterte deren Problematik
und wie man derartige Starts verhindern
kann (ein Windenstart wird in Segelfliegerkreisen
als Kavalierstart bezeichnet, wenn der
Übergang in den Steigflug nach dem Abheben
in kurzer Zeit zu steil erfolgt).

Seite 14
Von Kalifornien nach Reichenbach
Der kleine Flieger aus der Gruppe Ercoupe mit der Immatrikulation N94804 hat eine bewegte Geschichte
hinter sich. Nach unzähligen Flügen über Kalifornien erwarben im Herbst 2008 vier Oldtimer liebende
Schweizer Piloten das Flugzeug käuflich. Seit dem 21. September 2009 steht die heute 61-jährige ERCO
415-E im neuen Hangar in Reichenbach auf dem Drehteller.
Die Geschichte des kleinen Fliegers beginnt am
11. Juni 1948. An diesem Tag rollt die ERCO415-E,
ein Zweisitzer aus Metall mit einem MTOW von
1400 lbs, nach dem Zusammenbau an den Start zu ihrem
Jungfernflug.

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Weltumrundung zu Ehren der Flugpioniere
Zwei Piloten würdigen 100 Jahre Luftfahrt in der Schweiz auf eine ganz besondere Weise. Am 30. April
dieses Jahres starten Yannick Bovier und Francisco Agullo zu einer Weltumrundung – in zwei Ecolight-Flugzeugen.
Eine Hommage an die Flugpioniere, aber auch Motivation für Zeitgenossen, die eigenen Träume
zu verwirklichen.
Der am 10. Mai 1910 in Avenches absolvierte
erste Flug von Ernest Failloubaz in einem Flugzeug
von René Grandjean gehört zu den bedeutendsten
Ereignissen der Anfänge der
schweizerischen Luftfahrt. Fast auf den Tag genau ein
Jahrhundert später werden sich zwei Maschinen zu einer
denkwürdigen Premiere in die Lüfte erheben: nämlich zur
Weltumrundung in Ecolight-Flugzeugen oder so genannten
Light Sport Aircraft.

Seite 19
Streckenflüge,Höhenflügeund das erste Fliegeridol der Schweizer
Der Drang, fliegen zu können, trieb viele junge Schweizer ins Ausland. Dort waren die Bedingungen für den
Erwerb des Flugbrevets günstiger. Auch begabte Techniker und Konstrukteure zog es ins Ausland, wo viele von
ihnen Karriere machten. In der Schweiz lockten landauf, landab Flugvorführungen zahlreiche Besucher an.
Nachdemder Bann gebrochenwar, entwickelte sich die Schweizer
Aviatik laufend weiter. Schon im Januar 1911 erwarben zwei
weitere Schweizer ihre Brevets: die beiden Genfer Paul August
Wyss (Brevet Nr. 8 in Pau, Südfrankreich) und John Domenjoz (Brevet
Nr. 10 in Kievit, Belgien).

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«Das Niveau ist gut – wir haben dies auch erwartet»
Vor einem Jahr führte das BAZL die Vorfeldkontrollen ein. Kürzlich zog das Amt nach 239 durchgeführten Inspektionen
Bilanz. Diese fällt überwiegend positiv aus. Im laufenden Jahr werden die Kontrollen zwar weitergeführt,
die Schwerpunkte aufgrund der Erkenntnisse aber etwas anders gelegt.
Die Nachricht vor rund einem Jahr kam überraschend
und sorgte für rote Köpfe. Beginnend ab
9.März2009führe das Bundesamtfür Zivilluftfahrt
(BAZL) Vorfeldkontrollen an «HB»-registrierten Luftfahrzeugendurch,
teilte das Amt mit.

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Flugwetter überdem Winterland Schweiz
Helikoptertransporte am WEF
Die Prominenz in Davos ist wieder abgezogen
und in der «Stilli», wo jeweils in der zweiten
Januarhälfte viel Lärm verursacht wird, ist es
wieder ruhig geworden. Der Bauernhof am
Dorfeingang zu Davos wird während des WEF
jeweils zum wohl wichtigsten und sichersten
Schweizer Heliport umgewandelt.Neben
hochrangigen Politikern, Managern und Stars
ausdemShowbusiness sind aufdemPlatz auch
zahlreiche Angehörige von Militär und Polizei
sowie Bodyguards anzutreffen. Selbstverständlich
prägen auch entsprechende VIP-Helikopter
das Bild auf dem temporären Heliport.
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Langzeiteffekten von Kurzstreckenflügen auf der Spur
Belastung und Beanspruchung des Cockpit- und Kabinenpersonals sind im DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin
seit vielen Jahren Thema wissenschaftlicher Untersuchungen. Eine neue Studie nimmt die langfristigen
Effekte, die bei Einsätzen über viele Tage oder Wochen auftreten und von erheblicher Bedeutung für
die Belastung und Erholung des fliegenden Personals sein können, unter die Lupe.
Die fliegerische Tätigkeit auf der Kurzstrecke unterliegt anderen
arbeitsspezifischen Belastungsfaktoren als die der Piloten
auf der Langstrecke. Auf der Kurzstrecke werden an den Flugdiensttagen
mehrere Starts und Landungen durchgeführt, die ein
hohes Mass an Konzentration und Aufmerksamkeit erfordern.

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