Wortspielereien im Zusammenhang mit der Vulkanasche
hatten in den letzten Tagen Konjunktur – wohl sehr zum Amusement
all jener, die davon nicht direkt betroffen waren. Man
konnte sie zur Kenntnis nehmen, darüber lachen oder übergehen.
Kopfschütteln bis heftige Kritik lösten hingegen Äusserungen
unseres Verkehrsministers aus. «Ich merke bei mir, dass
eine solche Zäsur guttut. Sie bringt eine gewisse Leichtigkeit in
schwere Themen», gab er in der Zeitung «Sonntag» von sich.
Dass sich Bundesrat Leuenberger in der Rolle als Philosoph der
Nation zu gefallen scheint, mag man noch hinnehmen. Von
einem Magistraten indes darf das Volk erwarten, dass er sich
mit Ernsthaftigkeit eines Problems dieser Dimension annimmt
und zumindest einen wertvollen Beitrag zur Lösung leistet.
Stattdessen witzelt er: «Wissen Sie, wie ich es bereue, dass ich
nicht gerade eine Konferenz auf Bali hatte?»
Was für ein Affront gegenüber betroffenen Passagieren,
gegenüber mit dem Überleben kämpfenden Fluggesellschaften
und deren Mitarbeitenden. Ein immenser wirtschaftlicher Schaden
in Milliardenhöhe zeichnet sich ab. Und hätten der Motorflug-
Verband der Schweiz und der AeCS nicht interveniert, wäre
wohl auch die Leichtaviatik gegroundet worden. So zumindest
wollte es das BAZL bei der ersten Sperrung des Luftraumes. Immerhin
beurteilte das Amt danach die Situation differenzierter
und liess den VFR-Verkehr in die Luft.
«Ich fliege nicht so gern, das stimmt. Das sollte ich aber
nicht öffentlich sagen», sagte Leuenberger öffentlich. Was soll
man da noch sagen? Dass auch dem UVEK eine Zäsur guttäte?
Nun, mit Sicherheit würde eine solche uns Aviatikern eine gewisse
Leichtigkeit in ein schweres Thema bringen...
Jürg Wyss
Chefredaktor
AeroRevue
Helvetic Airways expandiert
Helvetic Airways Zwei neue Fokker 100
Die in Zürich stationierte Helevtic Airways
nimmt per Ende Mai und im Juni 2010 je eine
weitere Fokker 100 in Betrieb und erweitert
damit ihre Flotte auf total sechs Einheiten. Die
Kapazitätserweiterung um 50 Prozent wird
hauptsächlich in den Dienst des Charter- und
Liniengeschäfts gestellt. «Die zusätzlichen Fokker
100 ergänzen unsere Flotte ideal, da dank
identischer Konfiguration die Homogenität der
Flotte erhalten bleibt», informiert CEO Bruno
Jans.

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Fokussierung auf das Kerngeschäft
RUAG Geschäftsbilanz 2009 – Reinverlust von 107 Millionen Franken
Der Schweizer Technologiekonzern RUAG hat im
Jahr 2009 begonnen, stärker auf die Kerngeschäfte
in der Luft- und Raumfahrt sowie auf
Sicherheits- und Wehrtechnik zu fokussieren
und gleichzeitig Risiken im Flugzeugstrukturbau
abzubauen. RUAG konnte im Geschäftsjahr
2009 den Nettoumsatz dank der Stärkung im
Raumfahrtgeschäft und der Abstützung in der
Sicherheits- und Wehrtechnik um 10,3 Prozent
auf 1696 Millionen Franken steigern. In fünf von
sechs Divisionen ist RUAG profitabel unterwegs.
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Erfolgreicher Jungfern-Flug von Solar Impulse
Flughafen Payerne (VD) Erfolgreicher Erstflug der HB-SIA
Am 7. April 2010 um 10.27 Uhr ist die Solar Impulse HB-SIA vom
Flughafen Payerne aus zu ihremersten Flug gestartet.Unter denAugen
von Tausenden von Zuschauern aus der ganzen Schweiz stieg
die Solar Impulse HB-SIA langsam in den Himmel bis auf eine Höhe
von 1200 Metern. Während 87 Minuten führte Testpilot Markus
Scherdel die ersten Flugmanöver durch, machte sich so mit der
Steuerung des Prototyps vertraut und setzte schliesslich zur ersten
Landung auf der waadtländischen Asphaltpiste an. Ziel der verschiedenen
Flugmanöver (Kurven, Simulation der Anflugphase)
war, die Steuerbarkeit des Flugzeugs zu überprüfen.
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Luftfahrt beeinflusste das Geschäft
Lantal Textiles Rückblick auf ein schwieriges Jahr 2009
Die in Langenthal domizilierte Lantal Textiles blickt auf ein
schwieriges Jahr 2009 zurück, denn der konsolidierte Umsatz
ging gegenüber dem Vorjahr von 114 auf 86 Millionen zurück.
Erfreulich dagegen waren die Rückmeldungen der Swiss-Passagiere
auf die Einführung des luftgefüllten Sitzkissensystems, das nun
auch als Weltneuheit für Economy-Sitze angeboten wird.
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Die Swiss AeroExpo startet zur zweiten Auflage
Flugplatz Birrfeld Swiss AeroExpo vom20. bis 22. August mit PC-7-Team
Die Zweitauflage der Swiss AeroExpo
wird vom20. bis 22 August 2010 auf dem
Flugplatz Birrfeld über die Bühne gehen.
Und sie verspricht attraktiv zu werden.
«Der Stand der Anmeldungen liegt bei
rund 60 und bereits jetzt über dem Vorjahr
», freut sich Messeorganisator Ruedi
Stählin.

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Weltumrundung in Rekordzeit
Sonnig Aviat ion SA Schnellste Weltumrundung mit einem Jet der Kategorie neun bis zwölf Tonnen
Nach dem Start in Richtung Osten am
19. März 2010 in Genf hat der Sabreliner 65
der Genfer Gesellschaft Sonnig Aviation SA
einen neuen Rekord aufgestellt: und zwar
mit der schnellsten Weltumrundung in einem
Jet der Kategorie von neun bis zwölf Tonnen.

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Schweizerin wird Paraski-Vize-Europameisterin
Predazzo Bellamonte (I) 5. FAI Paraski Europameisterschaften und 8. Paraski Weltcup
Vom 10. bis 14. März haben im italienischen Predazzo
Bellamonte die 5. FAI Paraski Europameisterschaften bzw.
der 8. Paraski Weltcup stattgefunden. 73 Athleten (wovon
zehn Frauen) aus 13 Nationen haben sich zum
Kampf um die besten Ränge eingefunden. Der Paraskiwettkampf
umfasst zwei Läufe Riesenslalom und zwei
bis sechs Runden Ziellandungen. Die Schweizerin Erica
Franz ist zum wiederholten Mal mit einer Medaille
nach Hause zurückgekehrt. Die Leistungen der erfahrenen
Wettkämpferin und einzigem Mitglied der
Schweizer Delegation wurden mit der Silbermedaille
belohnt.

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IKARUS-Jugendtag
Bern (Flug-)Gelegenheit für Jugendliche
Am 5. Juni 2010 offeriet der Berner Aero-Club 16- bis 20-jährigen
Mädchen und Burschen aus dem ganzen Kanton Bern erneut die Möglichkeit,
unter fachkundiger Anleitung erste Erfahrungen im Segelflug, Motorflug,
Helikopterfliegen, Ballonfahren und Modellfliegen zu machen. Auch
kann exklusiv die Flugsicherungsarbeit von Skyguide im 22 Meter hohen
Tower mitverfolgt werden.

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Das tragische Ende der «Kette»
Absturz einer Robin DR400-RP beim Flugplatz Münster (VS)
Bereits am 13. Juli 2008 wurde die
Schleppmaschine Robin DR400-RP
von Langenthal nach dem Flugplatz
Münster (VS) überflogen, wo sie ab dem
15. Juli zum Schleppen von Segelflugzeugen
imRahmendes Segelfluglagers Münster eingesetzt
wurde.
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Erste AERO im neuen Turnus
Die AERO Friedrichshafen fand 2010 erstmals im Jahresturnus statt – mit sichtbar weniger Ausstellern und
spürbar weniger Besuchern. Insgesamt 39700 Aviatikinteressierte liessen sich vom8. bis 11. April trotzdem
von Business-Jets, Propellermaschinen und Helikoptern begeistern.
Auch wenn die Anzahl der Aussteller und der Besucher
2010 spürbar geringer war als im Vorjahr – auf
die Qualität des Gebotenen wirkte sich dies nicht
aus. Das Fachpublikum reiste denn auch aus allen fünf
Kontinenten und aus insgesamt 31 Ländern an. «In der
Branche ist wieder Optimismus spürbar, viele Aussteller
sind mit dem Messeverlauf sehr zufrieden», zogen Messechef
Klaus Wellmann und AERO-Projektleiter Thomas
Grunewald zum Messeschluss ein positives Fazit. Vertreten
waren auch Schweizer Unternehmen.

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Ein würdiger, eindrücklicher Auftakt
Die diesjährige, in einem feierlichen Rahmen durchgeführte Delegiertenversammlung
des Aero-Club der Schweiz bildete einen Auftakt nach Mass zum Jubiläumsjahr «100 Jahre
Luftfahrt in der Schweiz». Gegen 300 Delegierte und Gäste konnten sich überzeugen:
Der Dachverband der Leichtaviatik befindet sich 109 Jahre nach seiner Gründung in einer
soliden Verfassung und kann sich den vielfältigen Herausforderungen der Zukunft aus
einer gestärkten Position heraus annehmen.
Der Auftakt zu «100 Jahre Luftfahrt in der Schweiz»
hätte stimmungsvoller nicht sein können. Im historisch
bedeutungsvollen Städtchen Avenches mit
dem römischen Forum und dem eindrucksvollen Schloss
fanden sich am Samstag, 13. März, gegen 300 Delegierte
und Gäste ein, unter ihnen Gastreferent, Astronaut und
Pilot Claude Nicollier, Harry Hohmeister, CEO Swiss, die
Nationalräte Adrian Amstutz und Max Binder, BAZL-Direktor
Peter Müller, Pro-Aero-Präsident Hansruedi Fehrlin,
Aerosuisse-Präsident Paul Kurrus und VSF-Präsident
Werner Ballmer.

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Positive Signale für die Luftfahrt
Ja zum Nachwuchsförderungsartikel, Nein zur Aufsichtsabgabe:
dies das erfreuliche Resultat der Abstimmung des Nationalrates
im Zusammenhang mit der Teilrevision 1 des Luftfahrtgesetzes.
Nachfolgend einige Auszüge aus der engagiert geführten Debatte
vom 16. März 2010.
Anlässlich seiner Frühjahrssession fällte
der Nationalrat am 16. März wichtige
Entscheide – und diese fielen für
die Luftfahrt positiv aus. So wurde die geplante
Einführung einer neuen Aufsichtsabgabe
deutlich abgelehnt, zusätzliche Stellen im
BAZL würden somit nicht zu Lasten der Luftfahrt
gehen. Mit der Ablehnung der geplanten
Aufsichtsabgabe hat der Nationalrat zudem
ein deutliches Zeichen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Luftfahrtstandortes
Schweiz gesetzt. Der Rat stimmte ferner
einem Einzelantrag von Urs Hany betreffend
Nachwuchsförderung zu. Damit wird die gesetzliche
Grundlage zu der im Luftfahrtbericht
vorgesehenen Förderung der fliegerischen
Aus- und Weiterbildung sowie der Forschung
und Entwicklung in der Aviatik geschaffen.
Diese Ergebnisse sind ganz im Sinne des Aero-
Club der Schweiz, welcher sich im Vorfeld in
politischen Kreisen intensiv dafür eingesetzt
hatte.
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Nach langer Anlaufzeit wird die Fliegerei zum Wirtschaftszweig
Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges begann zaghaft die kommerzielle Anwendung der Fliegerei – zuerst
mit grossen Verlusten, dann mit steigendem Erfolg. Erste private Flugzeugkonstruktionsbüros und -fabriken
wurden gegründet. Die politische Lage in Europa führte Mitte der dreissiger Jahre zur Aufwertung der
Fliegertruppe.
Die Gründer der ersten schweizerischen Fluggesellschaften
sahen ihre Aufgabe vor allem im Bedarfs-/
Touristikverkehr. Durchgehende Linienverbindungen
wurden nicht ins Auge gefasst; im Gegensatz zum Ausland,
wo in England, Frankreich, Belgien, Skandinavien
und Deutschland Flugverkehr flugplanmässig eingeführt
wurde. Die ersten Betriebsjahre der Schweizer endeten
finanziell am Abgrund – das Rezept der Bedarfsfliegerei
funktionierte nicht. Nach einer harten Sanierung versprach
man sich von einem Linienverkehr mehr Erfolg.

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Ein Lebenstraum erhält Flügel
60365 Kilometer, 250 Flugstunden, 32 Länder sowie zahlreiche unvergessliche Eindrücke: Die beiden Privatpiloten
Rolf Martin Frieden und Manfred Melloh haben im vergangenen Jahr mit der Piper Comanche 260 C HB-PON
erfolgreich eine Weltumrundung von Ost nach West in vier Etappen absolviert. Ein Lebenstraum der beiden
Männer ist Realität geworden ist. Nachfolgend ein kleiner Einblick in eine grossartige Reise.
Ihren Anfang hat die Fliegerei für Rolf Martin Frieden
bereits in den frühen siebziger Jahren in Südafrika genommen,
als er dort mit seiner Frau für einige Jahre
lebte und arbeitete. Um die Schönheiten im südlichen
Afrika und den Inseln im nahen Indischen Ozean besser
und einfacher kennen zu lernen, entschloss er sich, dort
die Privatpilotenlizenz zu erwerben. Zurück in der
Schweiz liess ihn die Faszination des Fliegens nicht mehr
los und er wurde in der Folge Besitzer verschiedener Flugzeugtypen.
Zusätzlich erwarb er die Lizenz für den Instrumentenflug
und erfüllte sich 1989 denWunsch, in den
USA eine der letzten von Piper hergestellte einmotorige
Comanche 260C zu erwerben.

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Grenchen im «Downwash»
Das Wetter war dem dritten Helikopter-Treffen auf dem Regionalflughafen Grenchen nicht durchwegs
freundlich gestimmt. Der Regen vermochte allerdings die Faszination, welche die Drehflügler aus dem In- und
Ausland auf die zahlreichen Zuschauer ausübte, nicht aufzuweichen. Eine breite Palette von Maschinen
aus dem In- und Ausland gaben sich ein Stelldichein. Es wurde ausgiebig geflogen, gestaunt, fotografiert, fachgesimpelt
– und am Ende befunden, dass auch dieses Meeting als voller Erfolg abzubuchen sei.
Vor exakt 100 Jahren erhob sich erstmals ein
Motorflugzeug in der Schweiz. Nachdem das
Ballonfahren schon im 19. Jahrhundert bekannt
gewesen war, begann mit der motorisierten
Aviatik endgültig die Eroberung des Himmels. Anfang
der 1950er Jahre tauchten die ersten Helikopter in der
Schweiz auf.
60 Jahre später hat dieses Fluggerät nichts von
seiner Faszination eingebüsst. Das war einmal mehr
am Heli-Treffen auf dem Regionalflughafen Grenchen
zu sehen. Tausende von Besucherinnen und Besuchern
nutzten die Möglichkeit, die Drehflügler aus der
Nähe zu betrachten.

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