Kooperation, partnerschaftlich miteinander umgehen,
zusammenhalten und am gleichen Strick ziehen – Verhaltensweisen,
die von vielen gerne herangezogen werden, um zu dokumentieren,
dass man gemeinsam stärker ist. Doch das Vermitteln des
Wir-Gefühls kann auch trügerisch sein. Dann nämlich, wenn den
an sich guten Worten keine Taten folgen. Immer öfter, so scheint
es, wird Wasser gepredigt, um dann Wein zu trinken. Man redet
von Partnerschaft und lebt das Einzelkämpfertum. Ersteres tönt
taktisch klug, verlangt aber Kompromisse. Mit Letzterem übernimmt
man den Lead, bezieht Position, verschafft sich Vorsprung
und zwingt den «Partner», mit dem Rücken zur Wand, zu einer
Reaktion aus der Defensive. Einen Aufschrei des «Partners» nimmt
man dabei in Kauf, denn er wird verhallen.
Man sollte sich keinen Sand in die Augen streuen lassen:
Kaum jemand wird zugunsten eines andern von seinen Zielen
abrücken oder auf eigene Vorteile und Chancen verzichten. Und
schon gar nicht wird jemand nur Nachteile in Kauf nehmen wollen,
die zum Vorteil anderer führen. Beispiele wie das Vorgehen von
Skyguide im Zusammenhang mit der Erhöhung der Anfluggebühren
(siehe Beitrag auf Seite 30 dieser Ausgabe) sind heutzutage
keine Einzelfälle mehr. Jedes Unternehmen, jede Institution
und selbst Behörden handeln nach ihren eigenen Zielen und Vorgaben.
Diese gilt es zu erreichen, es werden schliesslich Erfolge
erwartet. Entsprechend wird im eigenen Interesse entschieden
und danach kommuniziert. Aus taktischen Gründen werden Entscheide
hoch angesetzt, heftige Reaktionen in Kauf genommen
und danach in Verhandlungen Zugeständnisse gemacht. Diese Zugeständnisse
werden die eigene Schmerzgrenze nicht überschreiten,
beim Entscheid wurden sie ja vorausschauend berücksichtigt.
Die meisten befürworten Kooperationen, Partnerschaften
und das Ziehen am selben Strick – wenn es zum eigenen Vorteil
gereicht. Echte Partnerschaft indes lebt von wahrem Geben und
Nehmen. Geben braucht Grösse. Eine Eigenschaft, die sich im erwähnten
Zusammenhang zunehmend rarmacht.
Jürg Wyss
Chefredaktor
AeroRevue
Auf «Eroberungsfeldzug» in der Bevölkerung
Schweizer Luftwaffe Die Saison der Demonstrationsteams hat begonnen
Das alljährliche Training ist abgeschlossen, die Saison
der Flugvorführungen der Luftwaffen-Repräsentanten ist
eröffnet. Warum Flugvorführungen? Korpskommandant
Markus Gygax, Chef der Luftwaffe, nennt drei Gründe: «Da
ist einmal die Faszination, die Antriebskraft des Fortschritts.
Es ist Neugier, die Leute wollen sehen, was mit
ihrem Geld gemacht wird. Und es ist der PR-Effekt: Flugvorführungen
sind ein hervorragendes Instrument, um das
Können der Schweizer Militärpiloten zu zeigen», führt er
aus. «Was sie täglich tun, ist nur beschränkt sichtbar, ihre
Leistungen werden weit ausser Sichtweite der Bevölkerung
erbracht», so Gygax weiter.

Seite 4
Hello-Sphair: Ein ganz spezieller Flug über den Alpen
Zürich Fotoflug von Sphair in Zusammenarbeit mit Hello AG
Was das für ein Flug sei, wollte die Dame am 18. April
bei der Boarding-Pass-Kontrolle auf dem Zürcher Flughafen
wissen: Flug nach Zürich – das sei ja hier, konstatierte
sie. Es ging nicht lange, bis weitere Fluggäste mit
Bordkarten für Zürich eintrafen, und das Rätsel war
schnell gelöst: Ein Fotoflug im Rahmen von «Sphair –
Exploring Aviation Talent» in Zusammenarbeit mit Hello
AG war angesagt. Rund 100 «Sphairler» (wie sie sich
selber nennen) und einige weitere Gäste bestiegen erwartungsvoll
den zweiten Airbus A320-214 der Hello AG
mit der Immatrikulation HB-JIY. Auf der rechten Seite
der Maschine war hinter den Cockpitfenstern das
Sphair-Logo in Grossformat angebracht worden.

Seite 7
Lebendige Erinnerungen an die «Mirage-Zeiten»
Mirage-Verein Buochs Generalversammlung als Volksfest zelebriert
Die Generalversammlung des Mirage-Vereins Buochs vom
7. Mai wurde nachmittags zu einem kleinen Volksfest
für die ortsansässige Bevölkerung. Die Besucher kamen
dabei in den Genuss einer realistischen «Ausrückungsdemonstration
» des Mirage-Aufklärers R-2109. Neben der
offenen Werkstatt im «Bremshaus» mit zahlreichen Ausrüstungsgegenständen
rund um die Mirage gab es auch
einen Da-Vinci-Rettungshelikopter der Rega zu besichtigen.
Ebenfalls vor Ort war der Hunterverein Interlaken,
Lightwing Aircraft öffnete ihren Betrieb und auch die
Segelfluggruppe Nidwalden beteiligte sich am Fest.
Speziellen Applaus erhielten die Modellflugpiloten für die
teilweise spektakulären Vorführungen. Sehr realistisch
waren insbesondere die Flüge eines Kampfhelikopters
Boeing AH-64 Apache. Höhepunkt des Nachmittags bildete
die Vorführung eines Alarmstarts der Stufe 3 mit der
voll funktionsfähigen Mirage IIIR R-2109. Pilot Konrad
Kaiser startete vor der Kaverne das Triebwerk und rollte
den Aufklärer bis ins Areal des Flugplatzes, aus unmittelbarer
Nähe beobachtet von einer grossen Bevölkerungsschar:
Erinnerungen an die Zeiten, als die Luftwaffe noch
regelmässig Mirage-Einsätze ab Buochs flog.

Seite 8
Diplom für 26 neue Flugverkehrsleiter
Skyguide Diplomfeier für Flugverkehrsleiter
In einem würdigen Rahmen fandam6. Mai 2011
im Hotel Bellevue Palace in Bern die Diplomfeier
der neuen Flugverkehrsleiterinnen und -leiter
von Skyguide statt. Insgesamt 26 junge Absolventen
der Ausbildung erhielten zum Abschluss
das Diplom überreicht. «Ihr habt euch für einen
herausfordernden Beruf entschieden, den nur
die Besten, die Fittesten ausüben können», zollte
Skyguide-CEO Daniel Weder den Diplomanden
Lob. «Eine sattelfeste Ausbildung ist für den
Erfolg entscheidend – deshalb ist sie so hart. Ihr
seid jetzt anerkannt als Berufsmenschen, als
hochspezialisierte Fachkräfte mit grosser Verantwortung,
als wichtiger Teil des Luftsicherheitssystems.
»

Seite 9
Zivil-militärische Nutzung als Option
Flugplatz Dübendorf Bund prüft die Möglichkeiten einer Mischnutzung
Gestützt auf den Entscheid des Bundesrates
zum Armeebericht erarbeitet das VBS zurzeit
ein neues Stationierungskonzept der Armee,
welches bis Ende dieses Jahres im Entwurf
vorliegen wird. Im Rahmen dieser Arbeiten
wird das VBS auch darüber entscheiden, ob die
Luftwaffe den Militärflugplatz Dübendorf nach
2014 weiternutzen oder aber definitiv aufgeben
wird.
Entscheidungsgrundlagen schaffen
Der bestehende Sachplan Infrastruktur der
Luftfahrt (SIL) des Bundes verlangt die Prüfung
einer verstärkten zivilen Mitbenützung des Militärflugplatzes
Dübendorf. Diese sich im Eigentum
des Bundes befindliche Infrastruktur ist
von strategischem Interesse, insbesondere mit
Blick auf die steigenden Bewegungszahlen der
Zivilluftfahrt.
Seite 9
84000 neue Gönner für die Rega
Rega Täglich 230 neue Gönner und 37 Einsätze
Wenn im Gespräch die Rega erwähnt wird, denken viele an
Skiunfälle oder Repatriierungsflüge aus dem Ausland. Dies
sind aber bei Weitem nicht die einzigen Fälle, wo die
Schweizerische Rettungsflugwacht hilft. Zum Einsatzgebiet
der Rega gehören auch medizinische Verlegungsflüge,
Organtransport und Bergung von Opfern von Unfällen auf
der Strasse. Auch wer beim Inlineskaten verunglückt, kann
bei Bedarf auf die Rega zählen.
Die Bevölkerung steht hinter «ihrer» Rega: Nicht weniger
als 84000 neue Gönner konnte sie letztes Jahr gewinnen.
Damit ermöglichen fast 2,3 Millionen Gönnerinnen
und Gönner die 24-Stunden-Bereitschaft der Rega, die dadurch
vollständig unabhängig von staatlicher Hilfe operieren
kann. Dass der Staat nun die Gönnerbeiträge jedes Jahr
mit 5,5 Millionen Franken (das entspricht den Investitionskosten
für einen halben Helikopter) Mehrwertsteuer belastet,
bekämpft die Rega vor dem Bundesgericht.

Seite 10
Alte Bekannte unter der Sonne Israels
Hatzerim Museum der israelischen Luftwaffe
In dem in der Wüste Negev im Süden des Staates Israel gelegenenMuseumder
israelischenMilitärluftfahrt ist unter freiem
Himmel eine Sammlung von etwa 140 Maschinen zu
sehen. Hierzu gehören Flugzeuge und Helikopter, die
sowohl von der israelischen Luftwaffe (Israel Air Force/IAF)
geflogen wurden als auch von den Armeen, gegen die sie im
Laufe der Geschichte des Landes seit seiner Gründung im
Jahr 1948 bis noch in jüngster Zeit zu kämpfen hatte. Diese
historische Flotte reicht von der Avia S-199, einem tschechischen
Ableger der Messerschmitt Bf109, über die im eigenen
Land entwickelten Kfir und Lavi bis hin zur amerikanischen
F-15. Einige der feindlichen Länder waren unter anderem
mit Vampire und Venom ausgerüstet. So findet man heute
auch alte Maschinen der eidgenössischen Luftstreitkräfte in
der israelischen Wüste, hier allerdings in den Farben von
Ländern wie Libanon und Irak.
Seite 10
Swiss Gliding Nationals 2011 – the place to be
Flugplatz Hausen Schweizer Meisterschaft im Streckensegelflug 2011 (28. Mai bis 5. Juni)
Die Schweizer Meisterschaft im Streckensegelflug
2011 (vom 28. Mai bis 5. Juni) liegt ganz in jungen
Händen: Rund zwei Drittel des OK gehören zu jener neuen
Generation Segelflieger, welche in den letzten zehn
Jahren herangewachsen ist und sich auch im Wettbewerbsumfeld
erfolgreich positionieren konnte. Mit Nationalrätin
Natalie Rickli konnte eine junge, engagierte
Politikerin als Patronin für die Sache des Segelflugsports
gewonnen werden.
Voller Elan wurden denn auch die Vorbereitungsarbeiten
unter der Leitung von René Schneebeli in Angriff
genommen – viel Vorfreude war an den OK-Sitzungen zu
spüren.

Seite 11
Minimale Sicht, wenig Erfahrung, Medikamente
Unfall eines Piper PA 28-140 bei Westerstede (D)
Das Wetteram20. April 2006 im Norden
Deutschlands lag im Einflussbereich
einer schwach ausgeprägten Kaltfront.
Im Gebiet, in welchem sich an diesem Tag ein
tödlicher Flugunfall ereignete, wurden um
zehn Uhr eine Wolkenuntergrenze von 7/8 bis
8/8 zwischen 800 und 1000 ft AGL sowie horizontale
Sichtweiten am Boden zwischen zwei
und sieben Kilometer beobachtet. Ein Polizeihelikopter
musste aufgrund derWetterverhältnisse
seinen Flug ins Unfallgebiet abbrechen.
Seite 14
23 Frühaufsteher
in Lostorf
Schweren Herzens entschied die Modellfluggruppe
Olten letztes Jahr, ihren traditionellen Anfänger-
Freiflugwettbewerb in Lostorf nicht mehr durchzuführen.
Es hatten sich nur noch sechs Teilnehmer
angemeldet. Doch manchmal kommt es anders als
gedacht.
Es war zum Verzweifeln. Stahlblauer Himmel vom Montag bis
Freitag. Doch am Samstag, 26. März, zogen Wolken auf, und
gegen 22 Uhr setzte der Regen ein. Die Wettbewerbsleitung
behielt indes einen kühlen Kopf und entschied sich trotzdem für die
an diesem Sonntag geplante Durchführung des traditionellen
«Lostorfers». Die meisten Kinder besitzen heutzutage ja eine Regenjacke…
Seite 16
SKYe SH09 – ein neues
Schweizer Markenzeichen
Mit dem Rollout des SKYe SH09 auf dem Flugplatz Mollis wurde eine aussergewöhnliche
Pionierleistung der Schweizer Luftfahrt enthüllt – ein Hightech-Helikopter, welcher sich
unter anderem durch seine Polyvalenz auszeichnet. Das elegant geformte Fluggerät ist in
Carbon-Leichtbauweise gefertigt, weist erstaunliche Innovationen auf – und ist der erste
Schweizer Helikopter.
Die Schweiz erlebte in ihrer Vergangenheit mit
Projekten der Luftfahrt- und Industriegeschichte
schon einige Rückschläge – aber auch zahlreiche
Erfolge. An Letztere anschliessen soll
auch der Swisshelicopter SKYe SH09. Der kurz vor dem Zusammenbau
stehende Hightech-Heli wurde am 20. April im
glarnerischen Mollis durch das innovative Ingenieur- und
Konstruktionsunternehmen Marenco Swisshelicopterteam
präsentiert. Man sah und staunte: denn in Mollis, wo normalerweise
nur wenige Leichtflugzeuge, Jets und Helikopter
in die Luft gehen, soll etwas Grosses entstehen. Eine Entwicklung,
die, wie einige Publikationen bereits vor dem Rollout
des neuen Helis prognostizierten, auf Augenhöhe mit
Alinghi, Sauber oder Pilatus gleichziehen könnte. Beimzweiten
Blick auf die Vorstufe eines Prototyps des zukunftsträchtigen
Helikopters bestätigt sich, dass im Glarnerland definitiv
Swissness abheben dürfte. Mit Polyvalenz soll der einmotorige
Helikopter in bisher vernachlässigte Märkte vorstossen.
Dies sei das ambitiöse Ziel von Marenco Swisshelicopter
AG, erklärte Martin Stucki, CEO des in Niederurnen domizilierten
Unternehmens. Das elegant geformte Fluggerät in
Carbon-Leichtbauweise zielt auf eine globale Nachfrage, die
für die kommenden Jahre gemäss Marenco bei 7500 Einheiten
liegen soll.

Seite 19
Auferstehung der Super Connie
Es hätte das Ende eines Traums sein können: Bei der Jahreskontrolle Ende der Saison 2009 wurden am
Flügel der Breitling Super Constellation HB-RSC Korrosionsschäden festgestellt. Wie weiter? Das war die
bange Frage. Glücklicherweise waren die Schäden noch früh genug entdeckt worden, um eine umfassende
Reparatur möglich erscheinen zu lassen. Die zwischenzeitlich rundum erneuerte Maschine – unter den
weltweit drei letzten Lockheed Super Constellation die einzige mit Lizenz für Passagierflüge – kehrt
demnächst zurück in ihr Element.
Rund 1000 Menschen waren nach Lahr, dem Schwarzwald-Flughafen
gepilgert,umdie rundum erneuerte Breitling Super Constellation
zu sehen, darunter der Oberbürgermeister von Lahr,
Wolfgang G. Müller, Flughafengeschäftsführer Axel Grossmann, der
Präsident der Super Constellation Flyers Association (SCFA), Urs Morgenthaler,
der vierfache Olympiasieger und Gesamtweltcup-Gewinner
Simon Ammann (der als Taufpate wirkte), Vertreter aus Politik und
Wirtschaft und nicht zuletzt der Musikverein Ottenheim, der dem Star
des Tages beim Herausziehen aus dem Hangar das musikalische Geleit
gab. Der Anlass entwickelte sich bei prachtvollem Frühlingswetter zu einem
veritablen Volksfest. Den auferstandenen «Star of Switzerland»
kann man unter anderem auch am 5. Mai über dem Hafen von Rolle,
am 12. Juni und vom 16. bis 18. September in Sion, am 9. Juli und
21. August im Mollis, am 13. August über dem Birrfeld, am 20. August
in Dittingen und am 3. September in Bern in seinem Element sehen.

Seite 22
Das erste Ganzmetallflugzeug
der Swissair
Vor 75 Jahren hielt eine Agenturmeldung die Schweiz fast drei Tage lang in Atem: Das Postflugzeug der
Swissair auf der Strecke Frankfurt am Main–Basel wurde vermisst. Vom betroffenen Clark GA-43 wurden
nur gerade fünf Exemplare gebaut, von denen zwei von der Swissair eingesetzt wurden.
«Man ist zurzeit im Ungewissen über
den Verbleib eines Postflugzeuges,
das den Nachtpostverkehr zwischen
Frankfurt a. M. und Basel versah», lautete die
Meldung, undamRadio wurden Personen gesucht,
die etwas gehört oder gesehen hatten.
Bald meldeten sich Zeugen, die bei ungünstigen
Wetterverhältnissen Motorengeräusche
bei Zurzach, später auch in Baden, Zug und
Immensee vernommen hatten. Daraufhin begann
bei dichtem Nebel eine grossangelegte
Suchaktion auf der Rigi. Das vermisste Flugzeug
war der Clark GA-43 HB-ITU.

Seite 24
Anflug auf den
Flughafen Zürich per GPS
In der Luftfahrt wird viel in die Entwicklung von neuen Anflugverfahren investiert. Der Flughafen Zürich
übernimmt dabei international eine führende Rolle. Als erster Flughafen in der Schweiz führte Zürich einen
GPS-Anflug ein.
Neue Anflugverfahren in der Luftfahrt könnten in
Zukunft effizientere Flugwege erlauben. Diese
Flugverfahren stützen jeweils auf Satellitennavigation
ab und stehen derzeit erst am Anfang ihrer Entwicklung.
Eines dieser Systeme ist der satellitengestützte
Anflug, welcher seit dem 10. März am Flughafen Zürich
möglich ist. Die neue Navigationstechnik hat das Potenzial,
in Zukunft eine effizientere Abwicklung des Flugverkehrs
zu ermöglichen, womit ein reduzierter Kerosinverbrauch,
ein geringerer Schadstoffausstoss sowie weniger
Lärmemissionen erwartet werden.

Seite 29
Teurer Anflug – zu welchemPreis?
Skyguide kündigt exorbitante Erhöhungen der Anfluggebühren für
Flugzeuge der Leichtaviatik und Ausbildungsflüge auf die Landesflughäfen
Zürich und Genf an. Der Grund sei die Umsetzung europäischer
Regulierungen. Verbände und Betroffene kritisieren das Vorgehen von
Skyguide heftig, bezeichnen die Erhöhung als ungerechtfertigt und
fordern, darauf zu verzichten.
Die Verkündigung der Neuigkeit erfolgte
am 7. April 2011 – unerwartet
und diskret per AIC 004/2011 A. Es
war keine frohe Botschaft: Skyguide plant auf
den 1. August 2011 eine massive Anhebung
der Anfluggebühren für Leicht- und Schulflugzeuge
auf den Flughäfen Zürich und Genf
und eröffnete das Konsultationsverfahren.
Das nationale Flugsicherungsunternehmen
kündigte dabei Erhöhungen um mehrere
hundert Prozent (beispielsweise bis 1 Tonne
MTOW von bisher 7.30 auf neu 28.90 Franken)
an, dies nur wenige Wochen nachdem
der Flughafen Zürich seinerseits eine Erhöhung
der Landegebühren kommuniziert
hatte.

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Die grüne Antriebswelle
Erstmals von Mittwoch bis Samstag und ohne Flugshow: 33400 Besucher, zumeist Fachbesucher, liessen
sich vom geänderten Messekonzept nicht abhalten und besuchten den diesjährigen Branchentreff der
Allgemeinen Luftfahrt in Friedrichshafen. Entdeckungen gab es auch dieses Jahr wieder zu machen –
insbesondere im Bereich der Antriebstechnologie.
Mit 630 Ausstellern aus 29 Ländern, darunter die
USA als stärkste Nation mit 43 Unternehmen,
zeigten sich die Organisatoren der Messe am
Bodensee mit der 19. Auflage zufrieden. «Mit ihrem zielgerichteten
Kurs in Richtung Fachmesse, mit der Verlegung
der Tagefolge von Mittwoch bis Samstag, keine Flugschau
mehr und ein konzentriertes und spezialisiertes
Rahmenprogramm hat die internationale Luftfahrtmesse
in der Branche und bei den Ausstellern gepunktet», wie es
Projektleiter Roland Bosch nach vielen Kundengsprächen
formulierte. Im Zentrum der positiven Aussteller-Rückmeldungen
standen zahlreiche neue Kundenkontakte auf
ausgesprochen hohem und internationalem Niveau und
die Freude darüber, dass das Interesse des Fachpublikums
die Erwartungen übertroffen habe. Allerdings waren die
Stände erneut grosszügig auf die Hallen verteilt – und
nicht alle Hallen mussten geöffnet werden. Vertreten waren
auch einige Schweizer Unternehmen.
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