«Personen, die Fluglärmausgesetzt sind, haben gegenüber
Nichtbetroffenen ein erhöhtes Risiko, an einem Herzinfarkt zu
sterben» – glauben Forschende der Uni Bern. Allerdings mit einem geschlechterspezifischen
Unterschied: Bei Frauen ist diesbezüglich kein
erhöhtes Sterberisiko durch Herzinfarkt erkennbar. Dabei sind es ja
wahrscheinlich gerade die (Haus-)Frauen, die sich dem Fluglärmkonzentrierter
ausgesetzt wähnen als die tagsüber abwesenden Männer.
Die Wirkung des Fluglärms wird damit erklärt, dass Lärmals psychosozialer
Stressor auf das sympathische Nervensystem und das Hormonsystem
wirkt und dadurch das Herzinfarktrisiko ansteigen lässt. Man
kann nun spekulativ mutmassen, dass eventuell am Ende auch das
übereifrige Engagement gegen den verhassten Fluglärmschuld am
vorzeitigen Ableben sein könnte. Ärger war noch nie gesund.
Fest steht: Wer sich an Fluglärmstört, muss mindestens nicht
einsam sterben. Leidensgenossen finden sich – wohlformiert – landauf
landab. Und obwohl sie auf die Ruhe schwören, ist leisetreten nicht ihr
Ding. Lautstark hat sich auch die «IG für weniger Fluglärm» bemerkbar
gemacht; unter anderem mit einer Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht.
Mit dieser sollte insbesondere eine Einschränkung der
Betriebszeiten auf dem Flugplatz Zweisimmen erwirkt werden (siehe
Beitrag ab Seite 10 in dieser Ausgabe). Alle wollen ein Natel, aber keiner
will Antennen. Alle wollen fliegen, aber niemand will den Lärm.
Oder anders formuliert: Jeder will zurück zur Natur – aber nicht zu Fuss.
Sankt Florian lässt grüssen. Und: Warumwohnen Fluglärmgegner
eigentlich immer in Flughafennähe? Es drängt sich der Vergleich von
Motten und dem Licht auf, und an selbigem hat sich auch die IG im Berner
Oberland verbrannt. Die Beschwerde wurde abgewiesen. Begründung:
Die Einschränkung wäre wirtschaftlich nicht tragbar und unverhältnismässig.
Gleichzeitig wird der Motor- und Segelfliegerei eine
nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Ausbildung von Berufsund
Militärpiloten attestiert. Ein umfassender Beitrag über die volkswirtschaftliche
Bedeutung der Schweizer Luftfahrt ist übrigens auch
ab Seite 8 nachzulesen.
Noch ein interessantes Detail aus dem eingangs erwähnten
Forschungsergebnis: «Weitere Studien sind notwendig, um abzuklären,
ob der beobachtete Zusammenhang kausal ist. Leider konnten
in der Studie wichtige kardiovaskuläre Risikofaktoren wie Rauchen
oder Cholesterin nicht erfasst werden», lautet der diskulpierende
letzte Satz in der entsprechenden Medienmitteilung.
Patricia Andrighetto
Redaktorin
AeroRevue
Gasballonstart im Letzigrund-Stadion
100 Jahre Ballongruppe Zürich Jubiläumsaufstieg um Mitternacht
Am 15. Juni, kurz vor Mitternacht, hat die Flugsicherung
in Zürich den Start der Gasballone im
Letzigrund Zürich freigegeben. Sechs Gasballonteams
traten, mit ungewissem Ankunftsort,
zur Wettfahrt um den silbernen Ballon von
Zürich gegeneinander an. In kurzen Abständen
starteten die Ballone und verschwanden Richtung
Zürichsee. Ein imposantes Lichtermeer
breitete sich unter den Weidenkörben aus.

Seite 4
Vorerst keine höheren Anfluggebühren
Skyguide Anfluggebühren auf den Flughäfen Zürich und Genf
Per AIC 004/2011 A vom 7. April 2011 kündigte
Skyguide eine massive Anhebung der Anfluggebühren
für Leicht- und Schulflugzeuge auf den
Flughäfen Zürich und Genf per 1. August 2011
an. Sowohl der Motorflug-Verband der Schweiz
(MFVS), der Aero-Club der Schweiz, der Regionalverband
Zürich und weitere Betroffene haben
unisono das Vorgehen von Skyguide kritisiert
und gefordert, die angekündigte Gebührenerhöhung
zurückzuziehen. Nun will Skyguide
unter Berücksichtigung der eingebrachten
Voten vorderhand auf die vorgeschlagene Gebührenanpassung
verzichten und eine Übergangslösung
anstreben.
Seite 4
Im Rollstuhl über den Alpen
Flugplatz Thun Nationaler Aktionstag «Begegnung bewegt»
260 behinderte Menschen und ihre Betreuer erlebten
einen unvergesslichen Flug rund um die Berner Alpen. Im
Rahmen der nationalen Begegnungstage von Menschen
mit und ohne Behinderung unter dem Motto «Begegnung
bewegt» standen die AN-2 und die Stinson des Antonov-
Vereins Schweiz am letzten Mai-Wochenende im pausenlosen
Einsatz.

Seite 5
Flugplatz Dübendorf erhält Schützenhilfe aus Bern
Forum Flugplatz Dübendorf 19. Generalversammlung
65 Mitglieder des vor 19 Jahren gegründeten Vereins Forum
Flugplatz Dübendorf folgten der Einladung zur Generalversammlung
im Offiziersausbildungszentrum (OAZ) in
Dübendorf. Stadträte aus Dübendorf und einige Zürcher
Kantonsräte liessen es sich nicht nehmen, den Anlass zu
besuchen; umso mehr, als der Flugplatz Dübendorf tags zuvor
in den Schlagzeilen war.
Seite 6
In die grossen Fussstapfen der Cessna 150 treten
Cessna 162 Skycatcher Europa-Premiere an der Cannes AirShow 2011
An der Cannes AirShow 2011 vom 9. bis
11. Juni präsentierte Cessna Aircraft Company
zum ersten Mal in Europa das neue Modell 162
Skycatcher. Das «light sport aircraft» ist als
zweisitziger Trainer prädestiniert für Flugschulen
und Clubs und zeichnet sich aus
durch stabile, gutmütige Flugeigenschaften.
Dank grossen Fenstern ist die Rundumsicht
vorzüglich. Mit der robusten Bauweise und einem
100-PS-Continental-Motor soll das Flugzeug
in die grossen Fussstapfen der legendären
Cessna 150 und 152 treten und an deren
Erfolge anknüpfen.

Seite 7
Wertschöpfung der Schweizer Zivilluftfahrt nimmt zu
BAZL/Aerosuisse Aufdatierte Studie zur volkswirtschaftlichen Bedeutung der Schweizer Luftfahrt
Die Wertschöpfung der Schweizer Zivilluftfahrt hat innert vier Jahren
voninsgesamt 24,3 Milliarden auf 30,3 Milliarden Franken zugenommen.
Dies zeigt die aufdatierte Studie über die volkswirtschaftliche
Bedeutung der Schweizer Luftfahrt, welche das Bundesamt
für Zivilluftfahrt (BAZL) und der Dachverband der
Schweizer Luftfahrt, Aerosuisse, gemeinsam in Auftrag gegeben
haben. Unter Berücksichtigung der weiteren Effekte liegt die
volkswirtschaftliche Bedeutung mit 30,3 Milliarden Franken um
25 Prozent höher als vor vier Jahren, die Anzahl Arbeitsplätze mit
178900 um 10 Prozent. Auch die General Aviation (GA) trägt
ihren Teil dazu bei. Diese beinhaltet die Bereiche Business Aviation,
Arbeitsluftfahrt (Werksflüge, Rettungsflüge, Fotoflüge,
Schul-, Übungs- und Kontrollflüge) sowie Leichtaviatik (Touristikflüge,
Privatflüge). 2008 gab es gemäss dieser Definition in
der Schweiz etwas über eine Million Flugbewegungen, die zur General
Aviation zu zählen sind.

Seite 9
Recht gesprochen im Simmental
Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Beschwerde gegen die im vergangenen Dezember vom BAZL erteilte
Bewilligung für den zivilen Betrieb des Flugplatzes Zweisimmen abgewiesen. Mit der Beschwerde sollte
insbesondere eine Einschränkung der Betriebszeiten erwirkt werden. Das Urteil kommt zum Schluss, dass
diese wirtschaftlich nicht tragbar und unverhältnismässig wäre, und attestiert der Motor- und Segelfliegerei
eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für die Ausbildung von Berufs- und Militärpiloten.
An der Generalversammlung der Flugplatzgenossenschaft
Zweisimmen vom 23. April 2010 titelte deren
Präsident Niklaus Müller seinen Jahresbericht
mit «Die unendliche Odyssee durch die Ämter». Nun dürfte
die Odyssee ein Ende haben. Für das Aufatmen der
Flugplatzbetreiber in Zweisimmen sorgte das Bundesverwaltungsgericht
mit seinem Urteil vom24. Mai 2011, welches
eine Beschwerde abwies und damit der Umnutzung
des FlugplatzesZweisimmen in ein ziviles Flugfeld den Segen
erteilte. Was speziell aufhorchen lässt, ist die Urteilsbegründung:
Die Richter attestierten der Motor- und Segelfliegerei
eine nicht zu unterschätzende Bedeutung für
die Ausbildung von Berufs- und Militärpiloten und bezeichnet
die Forderung der Beschwerdeführer nach umfassenderen
Einschränkungen der Betriebszeiten auf dem
Flugplatz Zweisimmen als wirtschaftlich nicht tragbar
und unverhältnismässig.

Seite 10
Schwimmerund Rotoren
Treffen der Wasserflugzeuge in Hergiswil
Am 28. und 29. Mai trafen sich in der Bucht von Hergiswil
am Vierwaldstättersee einige Wasserflugzeuge zum jährlichen
Fly-in vor dem Hotel Pilatus. Organisiert wurde der
Anlass durch die Seaplane Pilots Association Switzerland
(SPAS) und den «fliegenden Hotelier» Hans Fuchs, Miteigentümer
des Hotel Pilatus.
An beiden Tagen starteten die Flugzeuge zu Rundflügen
(für SPAS-Mitglieder) in die Zentralschweizer
Alpen. Die Vorbereitungen für ein solches Fly-in bedeuten
einen enormen Aufwand, sind doch zahlreiche Bewilligungen
aller zuständigen Behörden notwendig. Selbstverständlich
unterliegen auch die Piloten und ihre Maschinen
strengen Sicherheitsvorschriften. Das Ziel von SPAS ist es,
der Wasserfliegerei in den hiesigen Breiten zu neuem Aufschwung
zu verhelfen

Seite 14
IBT 2011: Erfolg trotz Wetterkapriolen
Was der Jubiläums-AirshowinEmmenvor einem Jahr wiederfahren
war, schien sich in Bern für die Internationalen Belpmoos-
Tage IBT 2011 zu wiederholen: Nach einerwochenlangenSchönwetterperiodekündigtensichausgerechnet
fürdas
Wochenende Regen, tiefliegende Wolken und starke Windböen
an. Doch Bern hatte Glück: Am Samstagnachmittag
zeigte sich die Sonne, und dank hoher Flexibilität konnte das
ganze Flugprogramm mit wenigen Umstellungen durchgeführt
werden. Lediglich die mit Spannung erwartete polnische
MiG-15 schaffte es wetterbedingt nicht bis nach Bern.
Am Sonntagmorgen dann nochmals ein paar Schauer
und wenige Böen, dann aber Sonne und blauer Himmel, verziert
mit einzelnen Wolken – tolles Flugfestwetter. Das
Publikum zeigte sich von der Vielseitigkeit des Programms
begeistert: AkrobatikamHimmel,ehemaligeLuftwaffen-Jets
in Formation, Fallschirmaufklärer, die Patrouille Suisse, das
PC-7 Team, seltene Warbirds und vieles mehr. Die rund
25000 Besucherinnen und Besucher freuten sich auch an
den zahlreichen Ständen, wo sie sich über die Angebote verschiedenerFirmenmitBezugzurAviatik
informierenundmit
den Exponenten der unterschiedlichsten Institutionen wie
Skyguide, Sphair, Aero-Club der Schweiz oder Fluggesellschaften
ins Gespräch kommen konnten.

Seite 17
Eine Modellflugdisziplin im Aufwind
Die Dynamik eines Hochleistungssegelflugzeugs, das nach einem schnellen Platzüberflug mit durchgebogenen
Flächen hochzieht, um wenig später erstaunlich langsam zur Landung einzuschweben, begeistert
immer wieder aufs Neue. Das gilt auch für Nachbauten in grossem Massstab, denen sich eine ansehnliche
Schar von Modellfliegern verschrieben hat. Seit einigen Jahren können sie sich dank GPS im Streckenflug
messen. Eine Idee aus der Schweiz hebt ab.
Thermik ist an diesem bewölkten Tag im März
mit kaltem Westwind nur wenig vorhanden. Entsprechend
früh setzen die ersten Segler zum
schnellen Überflug über die Ziellinie an. Ein Arcus im
Massstab 1:3 lässt beim Überflug den Wasserballast ab,
um dann mit ausgefahrenem Fahrwerk und abgesenkten
Wölbklappen in den Endanflug einzudrehen. Mit fein
dosiertem Einsatz der Störklappen landet ihn der Pilot im
letzten Pistendrittel, ein dicht folgender Konkurrent landet
entsprechend kurz.
Gemeinsam tragen Pilot und Navigator das Modell
zum Warteraum zurück. Das Display des für einmal nicht
geschäftlich genutzten Personal Digital Assistant (PDA)
zeigt die erflogenen Daten: zwei Runden mit einem
Durchschnitt von 49,3 km/h über Grund – bei diesen
Verhältnissen nicht schlecht, aber für einen vorderen
Rang nicht gut genug. Die Daten und den Checkcode
noch kurz in das Leistungsblatt übertragen, dann ist es
Zeit für einen wärmenden Kaffee.

Seite 18
Fliegerisches Abenteuer mit humanitärem Hintergrund
Der angehende Linienpilot Didier Callmander aus Nyon wird in diesem Herbst am Raid Latécoère teilnehmen
– einer Reise auf den Spuren der Pioniere der Luftpost. Bei diesem Flug geht es auch um einen humanitären
Aspekt: Schulmaterial wird in verschiedene afrikanische Schulen gebracht.
Die Leidenschaft für die Fliegerei entdeckte Didier
Callmander im Verlauf seiner Tätigkeit als Flugbegleiter
bei der ehemaligen Fluggesellschaft Fly
Baboo. Der junge Mann aus Nyon beschloss, selber Linienpilot
zu werden. Er liess sich in der Flugschule des Aero-
Club von Genf zum Privatpiloten ausbilden und trat im
Herbst 2010 an der Air Espace in Lausanne seine Ausbildung
zum Berufspiloten an.

Seite 23
Sommer, Sonne, Action
Flugfans steht ein aktiver Sommer bevor: Auf dem Programm stehen verschiedene Airshows, Meetings
und Messen in allen Landesteilen der Schweiz. Die Überflieger der Saison 2011 im Überblick.
Sonnencreme und Klappstuhl im Gepäck, den
Fotoapparat im Stand-by-Modus und die Familie im
Schlepptau: Die Airshow-Saison 2011 ist eröffnet.
Bleibt nur noch die Qual der Wahl unter den zahlreichen
Anlässen. Terminliche Überschneidungen sind in dieser
Saison die Ausnahme. Bei Zeit und Interesse steht also
einer aviatischen «Tour de Suisse» nichts im Weg.

Seite 25
Imzaghaften Aufwind
Die Geschäftsluftfahrt stellt ein gutes Wirtschaftsbarometer dar. Der Aufschwung widerspiegelt sich auch in
diesem Wirtschaftszweig – der sich gut zu erholen scheint. Auch wenn es bislang noch keinen Grund für Euphorie
gibt, bestätigt die 11. EBACE den Optimismus, der schon im vergangenen Jahr in Genf zu spüren war.
Ein Zeichen für die neue Vitalität des Sektors Geschäftsluftfahrt
ist die Tatsache, dass die europäische
Messe der Business-Aviation EBACE vom 17.
bis 19. Mai dieses Jahres rund 12750 Besucher in die Stadt
am Ende des Genfersees lockte. Dies entspricht einem
Zuwachs von 1500 Personen gegenüber dem Vorjahr.
Dennoch wurde der Rekord von 2008, dem Jahr vor der
weltweiten Finanzkrise, nicht erreicht. Die gemeinsam
vom europäischen und amerikanischen Verband der
Geschäftsluftfahrt (EBAA und NBAA) organisierte Veranstaltung
konnte hingegen einen Rekord hinsichtlich der
Aussteller verbuchen: deren Zahl stieg von 436 (im Jahr
2010) auf 500.
Seite 26
Sir Geoffrey’s Meisterwerk:
die anderenDoppeldecker
Zieht heute ein Doppeldecker am Himmel über der Schweiz seine Bahn, handelt es sich meistens um einen
Bücker Bü 131 Jungmann oder einen Bücker Bü 133 Jungmeister. Doch bereits vor diesen Kleinoden der
Lüfte waren hierzulande private Doppeldecker zu bewundern: 1928 liess ein Berliner erstmals eine Moth
(Motte) des begnadeten Ingenieurs Geoffrey de Havilland in der Schweiz registrieren.
Vor dem Ersten Weltkrieg waren fliegende Menschen wahre
Volkshelden. Sie wagten sich in zerbrechlich anmutenden
Vehikeln aus Holz, Draht und Leinwand in die dritte Dimension.
Der grosse Krieg brachte die Aviatik in rasendem Tempo voran.
Als er zu Ende ging, waren die Flugzeuge so weit entwickelt, dass an eine
kommerzielle Verwendung gedacht werden konnte. Die ersten
Fluggesellschaften entstanden, um zuerst Post, bald aber auch Passagiere
auf dem Luftweg zu befördern. Oft wurden dazu vormalige, für
die neue Nutzung umgebaute Kriegsflugzeuge eingesetzt, die aber
kommerziellen Anforderungen für einen ökonomischen Betrieb kaum
genügten. Und sich als Privatperson ein persönliches Flugzeug zu leisten
war kaum vorstellbar. Erst 1927 tauchten die ersten Sportflugzeuge
im Schweizer Luftfahrzeugregister auf, vor allem Klemm L20 mit
verschiedenenMotoren.

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Moderner Zweisitzer
der Echo-Klasse
Die Aquila ist ein in Faserverbundbauweise hergestelltes, zweiplätziges Leichtflugzeug aus deutscher Produktion.
Sie ist einfach zu fliegen, zeigt ein stabiles Flugverhalten und gute Flugleistungen bei sparsamem
Betrieb. Das Flugzeug eignet sich sowohl für die Schulung als auch für den Vereinsbetrieb oder als private,
günstige Reisemaschine.
Endlich hat ein nahendes Tief den grauen Tagen ein Ende bereitet.
Anstelle des ewiggleichen, zähen Hochnebels glitzert die
grelle Sonne am blassblauen Himmel über dem Flugplatz Birrfeld.
«Demopilot» Michael Zistler ist derweil mit seiner Aquila A210
von Deutschland unterwegs und wird nächstens hier landen. Bald werde
ich diesen leichten Zweiplätzer fliegen können. Zur Vorbereitung
beschäftige ich mich erst einmal mit seiner Entwicklungsgeschichte.
Bereits 1995 begann ein kleines Team von Ingenieuren mit der Konstruktion
der Aquila A210. Fünf Jahre später flog Testpilot Heiner
Naumann den Prototyp zum ersten Mal. Im September 2001 erhielt
das Leichtflugzeug die Musterzulassung, und im folgenden Jahr
begann die Serienproduktion. Die Aquila wird auf dem Flugplatz
Schönhagen EDAZ südlich von Berlin vom Unternehmen Aquila Aviation
by Excellence AG in Faserverbundbauweise gefertigt. Ausgestattet
ist sie mit Side-by-Side-Sitzen, einem Tragflügel in Tiefdeckeranordnung
und einem Kreuzleitwerk. Sie wurde von der EASA nach
JAR-VLA zugelassen. Auch in der Schweiz kann die Maschine in dieser
Kategorie eingesetzt werden. Seit dem 25. März 2010 darf sie als eines
der wenigen Leichtflugzeuge mit entsprechender Ausrüstung nachts
nach Sichtflugregeln geflogen werden.

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